Es tobt ein geistlicher Kampf in dieser Zeit um die reine Kommunikation Gottes, die er auf der Erde durch die Kraft des Zeugnisses Jesu ausdrückt, bei dem es sich um den Geist der prophetischen Rede handelt (vgl. Offenbarung 19,10e).
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
Wir können nicht von einem Zufall sprechen, dass diese Aussage von einem Gott unterstellten Boten gemacht wurde, der deutlich eine herrliche Gegenwart Gottes mit sich trug, so dass Johannes vor ihm niederfiel, um ihn anzubeten. In seiner Demut verwies dieser Bote auf Gott, dem einzig und allein die Anbetung gebührt (vgl. Offenbarung 19,10a-d i.V.m. Offenbarung 22,8-9).
Offenbarung 19,10a-d:
10a-d Und ich fiel nieder zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein und deiner Brüder Mitknecht, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! …
Offenbarung 22,8-9:
8 Und ich, Johannes, bin es, der dies gehört und gesehen hat. Und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten zu den Füßen des Engels, der mir dies gezeigt hatte.
9 Und er spricht zu mir: Tu es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der Mitknecht deiner Brüder, der Propheten, und derer, die bewahren die Worte dieses Buches. Bete Gott an!
Wir dürfen verstehen, dass bei der Anwendung der prophetischen Gabe bzw. im Aktivsein der prophetischen Dynamik es immerzu wichtig ist, dass wir uns demütig und selbstlos in Christus Jesus voran bewegen.
Demut und Selbstlosigkeit
Es ist der Bereich der Demut, der in sich das Potential der Höhe trägt, die zum richtigen Zeitpunkt durch den Willen Gottes verbunden mit der Kraft der Gnade in Erscheinung tritt (vgl. Sprüche 3,34 i.V.m. 1.Petrus 5,5b-6).
Sprüche 3,34:
34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben.
1.Petrus 5,5b-6:
… 5b Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
Es heißt in Apostelgeschichte 11,27-28a, dass Propheten von Jerusalem nach Antiochia kamen, von denen einer mit Namen genannt wird, bei dem es sich um Agabus handelte.
Apostelgeschichte 11,27-28a:
27 In diesen Tagen kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia.
28a Und einer von ihnen mit Namen Agabus trat auf …
Es ist für uns als Volk Gottes erforderlich, dass wir mit den Propheten und Prophetinnen, die ein reines und demütiges Herz haben, zusammenwirken und darin die Regierungsherrschaft Gottes aus dem Zentrum seines Friedens (Anm.: Jerusalem) in Empfang nehmen. Auf diese Weise kann sich der HERR mit der Kraft seiner Gerechtigkeit (Anm.: Antiochia) offenbaren, so ähnlich wie es uns Römer 12,19 i.V.m. Hebräer 10,30-31 verdeutlicht.
Römer 12,19:
19 Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 32,35): „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.“
Hebräer 10,30-31:
30 Denn wir kennen den, der gesagt hat (vgl. 5.Mose 32,35-36): „Die Rache ist mein, ich will vergelten“, und wiederum: „Der Herr wird sein Volk richten.“
31 Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Der prophetisch genannte Übertragungsweg in Form von Agabus trägt die Kraft, um Hindernisse zu überwinden und in den von Gott vorherbestimmten achten Tag einzutreten, bei dem es sich um den für uns ersten, neuen Tag handelt. Das geht einher mit der Freude des Vaters und seinem Fest der Herrlichkeit, bei dem es sich um Sukkot handelt, auch Laubhüttenfest genannt.
Im Bereich des Zeugnisses Jesu kommt es zu einem großen triumphierenden Lachen, weil der Heilige Geist die Offenbarung gegenüber den Weisen und Klugen verbirgt und es denen offenbart, die sich als Kinder Gottes in der Sohnschaft Christi voran bewegen (vgl. Lukas 10,21-22 i.V.m. Römer 8,14).
Lukas 10,21-22:
21 Zu der Stunde freute sich Jesus im Heiligen Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater, so hat es dir wohlgefallen.
22 Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.
Römer 8,14:
14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder [Anm.: Söhne].
Es braucht eine Selbstlosigkeit in Christus Jesus, so wie es die nicht mit Namen genannten herabkommenden Propheten aus Jerusalem offenbaren, während das prophetische Licht von Agabus – „Heuschrecke, die Freude des Vaters, Geliebter oder Fest“ aus dem Zentrum der Regierung und des Friedens – Jerusalem durch seine Namensnennung in Antiochia – „Rächerin, Verfolgerin“ hervorgehoben wird.
Der Heilige Geist bringt einen Hunger nach dem Wort Gottes in sein Volk, wie wir es noch nicht erlebt haben, um auf diese Weise die Schafe von den Böcken zu trennen (vgl. Amos 8,11 i.V.m. Matthäus 25,32b-33).
Amos 8,11:
11 Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören; …
Matthäus 25,32b-33:
… 32b Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
Der Hunger nach dem Wort Gottes und Anbetung
Dieser geistliche Hunger ebnet den reinen prophetischen Fluss im Volk Gottes, ohne dass sich jemand mit seiner prophetischen Gabe schmückt und ins Zentrum rückt, sondern allein Gott die Ehre gibt (vgl. 2.Petrus 1,19-21 i.V.m. Psalm 119,105)!
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen [Anm.: dreckigen] Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
Psalm 119,105:
105 Dein Wort (Anm.: in Form des gesprochenen Wortes => hebr.: „dābar“; gr. „rhẹma“) ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Dadurch kommt es zu einer größeren Qualität von Anbetung im Geist und in der Wahrheit, was mit einer Hingabe verbunden ist, die tief geht und alles Vorhandene in Täuschung konfrontiert (vgl. Johannes 4,24).
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Diese Wahrheit basiert auf der Grundlage des Wortes Gottes, die zu einer stärkeren prophetischen Präsenz führt und dem Prinzip aus Apostelgeschichte 21,7-11 ähnelt.
Apostelgeschichte 21,7-11:
7 Wir beendeten die Seefahrt und kamen von Tyrus nach Ptolemaïs, begrüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
8 Am nächsten Tag zogen wir weiter und kamen nach Cäsarea und gingen in das Haus des Philippus, des Evangelisten, der einer von den sieben war, und blieben bei ihm.
9 Der hatte vier Töchter, die waren Jungfrauen und weissagten.
10 Und als wir mehrere Tage dablieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus aus Judäa herab.
11 Und als er zu uns kam, nahm er den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und Hände und sprach: Das sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und überantworten in die Hände der Heiden.
Diese prophetische Gegenwart geht aus der Anbetung Gottes hervor, der Geist ist. Sie gelangt in unseren Verantwortungs- und Autoritätsbereich (Anm.: repräsentiert durch Haus des Philippus in Cäsarea), beschleunigt unser geistliches Vorankommen und bewirkt dadurch eine Zeitersparnis oder begünstigte Zeitgewinnung. Diese steht im Zusammenhang mit dem Wert der „ausgekauften Zeit“, die in einer Zeit vom Wirken des Bösen erlöst wird (vgl. Epheser 5,16).
Epheser 5,16:
… 16 und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
Bei der genannten herabkommenden, prophetischen Präsenz aus dem Bereich des Thronraums Gottes, repräsentiert durch Judäa, was Anbetung bedeutet (vgl. Offenbarung 4,8-11) kommt es zu einer Symbiose mit der in der Ekklesia liegenden prophetischen Salbung.
Die zweifältige prophetische Präsenz
Die in der Ekklesia vorhandene prophetische Salbung wird durch die vier weissagenden Töchter des Philippus repräsentiert, so dass es zu einer Intensivierung der Kommunikation Gottes, der Geist ist auf Erden kommt.
Um geistlich an diesen Punkt zu gelangen, müssen wir es dem Heiligen Geist erlauben, die Phase der „Seefahrt“ zu beenden. Dadurch endet für uns eine Schulungsphase des Geistes, so dass wir Gelerntes praktisch im Glauben anwenden und selbstständig darin voranschreiten, statt uns weiterhin „tragen“ zu lassen, was geistliche Passivität beinhaltet.
Wenn wir das zulassen und Gelerntes umsetzen, bewegt sich die Hand des HERRN über uns und zieht uns mit der gegenwärtigen apostolischen Wahrheit in einen Geistbereich der Verheißung der sogenannten „Rebe Gottes“ (vgl. Johannes 15,5).
Johannes 15,5:
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Darin geht es um das Voranschreiten und Handeln innerhalb der gegenwärtigen Atmosphäre des Geistes und unserem von Gott vorherbestimmten Territorium (vgl. Josua 1,3).
Josua 1,3:
3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe.
Dadurch kommt es zu einer Versetzung der Herrlichkeit Gottes, die noch vorhandene „Fleischlichkeit“ aus dem Volk Gottes entfernt. Es ist die Kraft Gottes, die „Stühle“ umkippen lässt, um auf seine von der Seite kommenden Herrlichkeit aufmerksam zu machen (vgl. 1.Samuel 6,13-14a-b).
1.Samuel 6,13-14a-b:
13 Die Leute von Bet-Schemesch aber schnitten eben den Weizen im Grund, und als sie ihre Augen aufhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, sie zu sehen.
14a-b Der Wagen aber kam auf den Acker Joschuas von Bet-Schemesch und stand dort still. Und dort lag ein großer Stein. …
Daraus folgt eine große Freude für uns als Jünger in Christus, die mit der Gerechtigkeit Gottes und seinem Heil einhergeht (vgl. Maleachi 3,20).
Maleachi 3,20:
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.
Die Herrlichkeit Gottes trägt in sich ein pures weißes Licht, das zweifältig ist.
Das reine weiße Licht
Dieses pure Licht entspricht dem weißen Byssusmantel einerseits und dem leinenden Ephod andererseits, das David trug (vgl. 1.Chronik 15,27).
1.Chronik 15,27
27 Und David hatte ein Obergewand [Anm.: Mantel] aus feinem Leinen [Anm.: Byssus] an, desgleichen alle Leviten, die die Lade trugen, und die Sänger und Kenanja, der Oberste beim Gesang der Sänger; auch trug David den leinenen Priesterschurz [Anm.: Ephod].
Es handelt sich dabei um die Lichtpräsenz des Jaspis, die aus dem Thronraum Gottes strahlt und Gottes Wesen umfasst, wobei rotes Licht in Form des Sarders diese begleitet (vgl. Offenbarung 4,3a i.V.m. Hohelied 5,10).
Offenbarung 4,3a:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis [Anm.: weiß] und Sarder [Anm.: rot]; …
Hohelied 5,10:
10 Mein Freund ist weiß und rot, auserkoren unter vielen Tausenden.
Anhand von Hohelied 5,10 wird uns durch die Geliebte sowie Braut ein Zeugnis über ihren Geliebten und Bräutigam gegeben, das in diesem Kontext von tieferer Bedeutung ist. Hierbei stellt die Freundin und Braut deutlich dar, dass sich ihr Freund sowie Bräutigam in den Farben Weiß und Rot unter vielen Tausenden abhebt und daraus hervorragt.
Diese Anzahl von Tausenden umfasst den Bereich der tausendmal Tausenden und zehntausendmal Zehntausenden vor dem Thron Gottes. Darüber hinaus ist dieses Maß ein Hinweis auf die Gegenwart der dienstbaren Geister bzw. Engel, über die der HERR verfügt (vgl. Hebräer 1,4-6 i.V.m. Daniel 7,10).
Hebräer 1,4-6:
… 4 und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, höher ist als ihr Name.
5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (vgl. Psalm 2,7): „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?“ Und wiederum (vgl. 2.Samuel 7,14): „Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein?“
6 Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er (vgl. Psalm 97,7): „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“
Daniel 7,10:
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
Es ist Jesus Christus, der immerzu als Licht und Liebe Gottes, des Vaters, im Vordergrund steht. Aber nicht nur das, sondern er hebt sich von allen kraftvollen geistlichen Präsenzen im übernatürlichen Bereich ab und übertrifft sie (vgl. Johannes 1,4-5; Johannes 8,12 i.V.m. Johannes 3,16; Offenbarung 21,23).
Johannes 1,4-5:
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
Johannes 8,12:
12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Prophetische Offenbarung aus dem Thronsaal Gottes
Das bedeutet für uns, dass prophetische Offenbarung nicht von unserem eigenen Verstand und unseren Emotionen kommen darf, sondern aus dem Aufenthaltsbereich im Thronsaal Gottes. Darin sollte es uns zuerst um sein souveränes Wesen gehen, das sich in verschiedenfarbigem Licht offenbart, bei dem es sich wie bereits erwähnt um weiß und rot handelt, die von Johannes als Jaspis und Sarder so beschrieben werden.
Es ist die Frau des Lammes, die dazu berechtigt ist, ähnlich wie David reines, weißes Leinen, also Byssus zu tragen, was das Wesen Gottes umfasst. Das weiße, reine Leinen wird durch uns als Ekklesia in Form von Werken der Gerechtigkeit auf der Erde offenbart, indem wir tun, was gerecht ist nach dem Wort Gottes (vgl. Offenbarung 19,8).
Offenbarung 19,8:
8 Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
Darüber hinaus ist das reine weiße Leinen ein Hinweis auf das Tiefergehen im Vater als den Allmächtigen sowie dem Näherkommen in Christus Jesus, dem Lamm Gottes (vgl. Hesekiel 44,17-18 i.V.m. Offenbarung 21,22-23).
Hesekiel 44,17-18:
17 Und wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs gehen wollen, sollen sie leinene Kleider anziehen und nichts Wollenes anhaben, solange sie in den Toren des inneren Vorhofs und im Hause Dienst tun.
18 Und sie sollen einen leinenen Kopfbund auf ihrem Haupt haben und leinene Beinkleider um ihre Lenden und sollen sich nicht mit Zeug gürten, das Schweiß wirkt.
Offenbarung 21,22-23:
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Gottes gnädige Gegenwart und sein Bund
Die gnädige Gegenwart Gottes und sein Bund hingegen, wie wir wissen, zeigen sich in der Form des Regenbogens und der grünen Farbe des Smaragds, die seinen Thron ummanteln (vgl. Offenbarung 4,2b.3b).
Offenbarung 4,2b.3b:
… 2b Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
…; 3b und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
Es ist demnach ein bedeutendes Zusammenwirken von drei verschiedenen Farben, die drei erwähnten Edelsteinen zugeordnet sind. Diese Verbindung bildet eine dauerhafte Ordnung der Offenbarung im geistlichen Bereich, basierend auf dem Prinzip aus Prediger 4,12.
Prediger 4,12:
12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Unser Fokus sollte vorrangig auf den HERRN ausgerichtet sein, der auf dem Thron sitzt, was ein Hinweis auf die Reinheit seines Wesens und Charakters, auf sein Herz und seine Liebe ist.
Erst zweitrangig liegt der Fokus auf seinem Thron, was den Sitz von Autorität beinhaltet. Es ist deshalb kein Zufall, dass Gott den ersten Menschen Adam nannte, dessen hebräisches Wurzelwort „rot, rot sein, rot färben“ bedeutet und sein Sohn Jesus Christus den Titel des „letzten Adams“ trägt, der Geist ist und lebendig macht (vgl. 1.Korinther 15,45).
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
Somit liegt der Schwerpunkt für uns bestenfalls nicht zuerst auf der Autorität oder Wirkung von ausgeübter Kraft (Anm.: wie Vollmacht, Geistesgaben, Wunderwirkungen), sondern auf der Beziehung mit dem HERRN selbst.
Diese Reihenfolge ist für uns die allein richtige Grundlage, die sie in unserem aktiven Anwenden der uns von Gott zugeteilten Autorität und Geistesgaben bildet und worin Gott sich verherrlicht sehen will, weil es sein Wort so festlegt (vgl. 1.Korinther 13,1-3).
1.Korinther 13,1-3:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze.
Was lässt der Heilige Geist in uns offenbar werden, worum wir uns drehen?
Wieviel Wert legen wir bereits auf diese Priorität, dass gerechte Taten aus der gehorsamen Hingabe von Gott kommen und eben nicht aus uns gewirkt werden können?
Wessen Liebe ist diese einzige Kraft, die Menschen wirklich nötig haben?
Lassen wir uns vom Geist Gottes durchleuchten und darin noch mehr in der ersten Liebe zu ihm tätig werden in dieser vor uns liegenden Zeit, die es auszukaufen gilt.
Amen und Amen.
In Seiner Weisheit,
Daniel und Tina Glimm
