In unserer Bereitschaft den Heiligen Geist als die Gegenwart des Vaters im Licht seines Angesichts in Form des Stieres mit seinen Hörnern in unserem Leben bewusst einzuladen, liegt in Bezug auf seine Kraft eine Betonung auf der Bibelstelle aus Sprüche 14,4, worin es heißt:
„Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer; aber die Kraft des Ochsen [Anm.: Stieres] bringt reichen Ertrag.“
Es ist unsere Bereitschaft, die sich in Form der bewussten Einladung gegenüber dem Heiligen Geist zeigt, dass wir seine kraftvolle Kommunikation in Form der „hellblauen Flamme“ des HERRN empfangen, die mit seiner Kraft einhergeht. Auch führt seine Kraft zu reichlichen Ernten in der Zukunft. Hierbei geht es um eine dreifaltige Ernte, die sich in den Feldern vom Blut des Lammes (Anm.: Pessach), dem Feuer des Geistes auf der Grundlage der Prinzipien Gottes (Anm.: Schawuot – Fest der Wochen) und seiner Herrlichkeit (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest) befindet.
Das hebräische Wort für „Horn“ ist „qärän“ und offenbart Stärke und Kraft. Gemäß dem Wort Gottes wird es als Shofar verwendet und auch als Salbgefäß eingesetzt. Das hebräische Wort „strahlen – qāran“ so wie es in 2.Mose 34,29 verwendet wird, ist mit dem hebräischen Wort für „Horn – qärän“ verbunden.
2.Mose 34,29:
29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte (Anm.: Hörner besaß), weil er mit Gott geredet hatte.
29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte (Anm.: Hörner besaß), weil er mit Gott geredet hatte.
Das bedeutet demnach, dass Mose das Angesicht Gottes in Form des Stiers widerspiegelte, während er von der Vaterschaft Gottes in Form von Priesterschaft umgeben sowie von dem Geist der Stärke begleitet wurde. Gottes Gegenwart, die Mose umgeben hat, führte zu der Manifestation der Furcht des HERRN inmitten des Volkes Israel (vgl. 2.Mose 34,30).
2.Mose 34,30:
30 Als aber Aaron und ganz Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte (hebr. „qāran“), fürchteten sie sich, ihm zu nahen.
30 Als aber Aaron und ganz Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte (hebr. „qāran“), fürchteten sie sich, ihm zu nahen.
Das in Sprüche 14,4 verwendete hebräische Wort für „Rinder“ ist „‘äläṗ“ und beinhaltet das „Gelehrt werden“ im Kontext einer Familie, indem man wie ein junger Ochse unter das Joch eines älteren Ochsen gespannt wird, um von ihm zu lernen. Diese Unterweisung steht mit der unermesslichen Fülle Gottes in Verbindung, da das Wort „‘äläṗ“ außerdem „Tausend“ bedeutet. Es ist beispielsweise die Gegenwart der Engel um den Thron Gottes, die in den „Tausendern“ in Periode multipliziert sind (vgl. Daniel 7,10a i.V.m. Offenbarung 5,11).
Daniel 7,10a:
10a Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. …
Offenbarung 5,11:
11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; …
Unter das sanfte Joch kommen
Anhand dieser Erklärung „unter das Joch zu kommen“, wird die Aussage Jesu deutlich, der von seinem sanften Joch sprach, das es gilt in Form von Verantwortung auf sich zu nehmen und von ihm zu lernen (vgl. Matthäus 11,29-30).
Matthäus 11,29-30:
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Darüber hinaus steht der „Ochse“ mit dem ersten hebräischen Buchstaben „Aleph“ in Verbindung, der den Zahlenwert „1“ trägt und unter anderem „Rind, Führer, Stärke, Meister/HERR“ bedeutet. Bei der piktografischen Darstellung des hebräischen Buchstabens „Aleph“ handelt es sich um einen „Stierkopf“.
Das „Aleph“ ist der sogenannte „Vaterbuchstabe“, weil alles mit dem Vater beginnt, der als der Allmächtige Anfang und Ende von allem ist, und das hebräische Wort für „Vater – āb“ mit einem „Aleph“ beginnt (vgl. Offenbarung 1,8).
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
Das für „Stier“ verwendete hebräische Wort in Sprüche 14,4 ist „šôr“ und beschreibt unter anderem ein „abgesichertes Voranschreiten mit wachenden Augen als Karawane auf einer Reise“ (vgl. Hebräer 13,14).
Hebräer 13,14:
14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
(Anm.: Teilauszug zu dem Wort „Stier – šôr“ und „reisende Karawane – šûr“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Worterklärungsnummer: 8103, 8104, 8105*)
Das Feuer Gottes und die Feuerzungen
Da wie wir wissen, dass bei Gott das Erste eine besondere Wertigkeit hat und alles mit der Kraft seines Wortes beginnt, liegt gemäß diesem Prinzip eine Betonung auf den ersten hebräischen Buchstaben der „Rinder“ und des „Stieres“, so wie sie in Sprüche 14,4 beide erwähnt sind (vgl. Johannes 1,1-3 i.V.m. 2.Mose 13,2; 2.Mose 23,19a).
Johannes 1,1-3:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
2.Mose 13,2:
2 Heilige mir alle Erstgeburt bei den Israeliten; alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.
2.Mose 23,19a:
19a Das Beste von den Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. …
Wenn man nun jeweils den ersten hebräischen Buchstaben der Rinder und den des Stieres zusammenfügt, ergibt sich daraus das hebräische Wort „אש – ‘ēš“, was „Feuer“ bedeutet.
Da der Heilige Geist zu Schawuot – Fest der Wochen in Form von Feuerzungen auf die etwa 120 Heiligen herabkam, indem er sich auf ihren Köpfen niederließ, ist für uns an dieser Stelle und verbunden mit der bereits erwähnten „hellbauen Flamme“ die Kommunikation in Worten der Kraft zu erkennen (vgl. Apostelgeschichte 2,1-4 i.V.m. Matthäus 10,20; Lukas 4,32; Johannes 6,63; 1.Korinther 2,4).
Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Matthäus 10,20:
20 Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.
Lukas 4,32:
32 Und sie verwunderten sich über seine Lehre; denn er predigte mit Vollmacht.
Johannes 6,63:
63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
1.Korinther 2,4:
… 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, …
Es ist kein Zufall, dass bei der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Schawuot/Pfingsten der Wind vorausging und den Aufenthaltsort – das Haus, in dem die etwa 120 Heiligen saßen, erfüllte. Nachdem der Wind das Haus erfüllte, ließen sich Feuerzungen auf jeden einzelnen Heiligen nieder.
Der Wind ist ein Hinweis auf Gott, der Geist ist und alle Heiligen ummantelt, die auf die Instruktion des lebendigen Wortes reagieren und sich an einem höheren geistlichen Ort der Regierung (Anm.: sitzend) aufhalten (vgl. Johannes 4,24a i.V.m. Lukas 24,49; Epheser 2,6).
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
Lukas 24,49:
49 Und siehe, ich [Anm.: Jesus Christus] will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.
Epheser 2,6:
… 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
Daraus resultiert, dass sich der Heilige Geist mit jedem einzelnen Heiligen und deren von ihm zugeteilten Gaben identifiziert (vgl. 1.Korinther 12,11).
1.Korinther 12,11:
11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
Diese Identifikation des Einzelnen führt dazu, brennend im Geist von dem zu sprechen, was der himmlische Vater eingibt (vgl. Römer 12,11).
Römer 12,11:
11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.
Es ist der Geist der Stärke, der mit der Farbe Hellblau gemäß Jesaja 11,2 verbunden ist und sich in der fünften Position der Menorah, dem siebenarmigen Leuchter befindet.
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
Unsere Bereitschaft und sein Licht entscheiden über die Zukunft
Somit sind wir dazu berufen, den Heiligen Geist durch unseren Hunger zu nähren, ähnlich, wie bei einem Ochsen, der mit Stroh gefüttert wird. Es ist mit inneren Prozessen verbunden und auch kann es zu Herausforderungen führen, wenn wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes hingeben, indem wir unseren Eigenwillen ablegen.
Darüber hinaus sollten wir bereit sein, uns von ihm als geistliche Familie in Christus Jesus unter sein sanftes Joch spannen zu lassen, damit er uns in den Mittelpunkt des Willens Gottes, des Vaters führen kann, und wir von ihm lernen und das Gelernte in unserem Leben anwenden und tatkräftig umsetzen (vgl. Johannes 13,34-35; Johannes 16,13-15 i.V.m. Römer 8,15).
Johannes 13,34-35:
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
In seiner Kraft dürfen wir jeden Versuch uns selbst oder anderen etwas beweisen oder zeigen zu können ablegen und ebenso wird uns das Annehmen der Gnade des Vaters möglich, der uns in seinem Wirken verändern will und dorthin führen kann, wo wir seit der Ewigkeit bestimmt sind. Nur die Liebe, die nicht das ihre (Anm.: auf sich selbst ausgerichtet ist) sucht, bleibt in der Ewigkeit bestehen.
Möge diese hellblaue Flamme brennen in uns und uns mit Stärke zur Ehre Gottes in der kommenden Zeit erfüllen!
Amen und Amen.
In Seiner Weisheit,
Daniel und Tina Glimm
