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Die Stützen des Thrones Gottes

11.09.2008, Daniel Glimm


Geliebtes Volk Gottes, vor einigen Tagen spürte ich ein Drängen in meinem Geist über die stützenden Pfeiler des Thrones Gottes zu studieren.
Hinter diesen stützenden Säulen verbirgt sich ein Geheimnis, dass für uns als Volk Gottes in dieser Zeit von Bedeutung ist.

Das Zeitfenster des Rechtes und der Gerechtigkeit

In den vergangenen Tagen legte der Heilige Geist durch verschiedene Ereignisse immer wieder seinen Schwerpunkt auf Fenster oder Portale.
Ich wusste, dass diese Fenster bzw. Portale nicht direkt mit einem neuen Eintritt in einen Raum der Offenbarung verknüpft waren, jedoch wiesen die Portale auf ein Zeitfenster Gottes hin, das einen Schwerpunkt auf Recht und Gerechtigkeit hatte.
Wenn ich in diesem Wort von Recht schreibe ist auch das Wort Gericht gemeint.
Wir sind in einer Zeit, in der die Urteile Gottes von seinem Volk wahrgenommen werden müssen, um sich auf dem Pfad der Gerechtigkeit neu auf Jesus auszurichten.

Die geneigten Häupter auf dem Pfad der Gerechtigkeit

Ich kann einige Gläubige sehen, die sich auf dem Pfad der Gerechten bewegen aber deren Haupt gebeugt ist. Es ist wichtig, dass wir unsere Häupter erheben und uns neu auf Jesus fokussieren.
Ein geneigtes Haupt kann schnell zum Versagen und Aufgeben führen, da wir in solch einer Art von Wandel unseren Retter nicht vor Augen haben (vgl. Matthäus 14,28-31). Der HERR ist dabei durch seine gerechten Urteile auf der Erde die geneigten Häupter der Gläubigen zu erheben. Es ist ein erschütterndes Aufrütteln, dass zum vollständigen Wachwerden beiträgt.
Man kann es auch einen Seitenhieb in die Rippen nennen (vgl. Apostelgeschichte 12,7).

Apostelgeschichte 12,7:
7 Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.

Die zwei Stützen des Thrones Gottes

Damit wir die Urteile und erschütternden Entscheidungen Gottes besser verstehen, ist es wichtig, dass wir uns die weiß-goldenen Stützen des Thrones Gottes ansehen, bei denen es sich um Recht und Gerechtigkeit handelt (vgl. Psalm 89,15; Jesaja 9,6).

Psalm 89,15 (Neue Jerusalemer Bibel):
Recht und Gerechtigkeit sind die Stützen deines Thrones, Gnade und Treue schreiten vor deinem Antlitz her.  

Jesaja 9,6 (Rev. Elberfelder):
6 Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.

Das Wesen Gottes

Gott hat ein reines und gerechtes Wesen, das wir als sein Volk ergreifen und verstehen müssen. Er blickt nicht auf die Person, sondern sieht tief in das Herz seiner Freunde und aller Menschen (vgl. 1.Samuel 16,7).

1.Samuel 16,7:

7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
Deshalb ist es wichtig, dass wir Gott als Vater aber auch als Schöpfer kennen. Gott ist liebevoll und gerecht. Er duldet keine Sünde in seinem Königreich. Es ist lediglich seine Gnade, die dazu beitragen soll, dass wir uns von dem ungöttlichen Wesen und den  Begierden der Welt lossagen (vgl. Titus 2,11-14).

Titus 2,11-14:
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes (Anm.: Jesus Christus) allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

Keine geistliche Anarchie

Bei Gott gibt es keinen Platz für geistliche Anarchie. In seinem Königreich gilt das Gesetz und die Herrschaft des Königs. Das bedeutet in erster Linie, dass ich mein eigenes “Ich” am Kreuz Jesu angenagelt habe (vgl. Galater 2,20).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Recht und Gerechtigkeit

Die Begründung warum Gottes Thron auf Recht und Gerechtigkeit gestützt ist, hat einen bestimmten Zweck.
Um die Begründung verständlicher zu gestalten, möchte ich einige Hinweise zum Recht und zur Gerechtigkeit geben.

Was ist Recht?

Recht ist etabliert, wenn es ein geschriebenes Gesetz gibt, dass der Gesellschaft vorschreibt, wie man sich richtig zu verhalten hat.
Wenn die Verhaltensmuster der Gesellschaft bzw. eines einzelnen Menschen nicht der Vorschrift des Rechtes/ Gesetzes entsprechen, kommt es zu einem Rechtsbruch. Kurz gesagt, offenbart das Recht, was richtig und falsch ist.

Was ist Gerechtigkeit?

Gerechtigkeit ist die Frucht des Rechtes, die durch einen Amtsinhaber, der in einer zuständigen Autoritätsposition (Anm.: z.B. Richter) eingesetzt ist, die Person, welche Unrecht getan hat, mit einer Strafe belegt. Die Strafe ist die Konsequenz für das falsche Handeln der Person.
Durch dieses Urteil wird eine Strafe für den Ungerechten und ein Segen für den Gerechten bzw. der Gesellschaft gelöst.

Wie kann der Bereich der Gerechtigkeit Gottes auf Erden etabliert werden?

Um dies auf die Stützen des Thrones Gottes zu übertragen, ist es wichtig, dass wir als Volk Gottes sein Gesetz (Anm.: die Bibel) sehr gut kennen müssen. Damit der Bereich der Gerechtigkeit Gottes auf der Erde etabliert werden kann, müssen wir uns in hingebenden Gebet/ Anbetung, Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes und seines Königreichs, sowie in der Gegenwart des Heiligen Geistes bewegen. Die Bibel offenbart uns, was es für Konsequenzen hat, wenn wir dem Wort Gottes nicht folgen und ihm ungehorsam sind (vgl. Römer 6,1-15.23).

Römer 6,1-15.23:
1 Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?
3 Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. 6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen.
7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
11 So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.
12 So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.
13 Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.
14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Lasst uns in Recht und Gerechtigkeit im Königreich Gottes vorangehen!
Durch den Wandel in Seinem Recht und Seiner Gerechtigkeit tragen wir Jesus in Ehren!

Amen und Amen.
 
Daniel Glimm






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