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Die neue Ära des Königreiches Gottes

10.11.2019, Daniel Glimm


Als Volk Gottes sind wir mit der biblischen Dekade „Pe“ in eine neue Ära des Königreichs Gottes eingetreten, die von uns erfordert, sich vom Heiligen Geist in einen höheren Bereich der Regierung Gottes führen zu lassen, so ähnlich wie es Johannes erlebte als er im Geistbereich die Tür im Himmel geöffnet sah (vgl. Offenbarung 4,1-2).
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Was ist unter dem Begriff Ära zu verstehen?
 
=> Eine Ära ist ein fester Zeitpunkt, ab dem mit einer Abfolge von Jahren gerechnet wird. Sie kann auch ein einprägendes oder wichtiges Datum bzw. Ereignis in der Geschichte einer Sache, Person oder Nation sein.
Darüber hinaus ist eine Ära ein System der chronologischen Notierung, das von einem bestimmten Datum an gezählt wird.
Sie ist eine Periode, die von einer prominenten Person oder einem charakteristischen Merkmal bzw. Stadium der Entwicklung geprägt ist. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus dem Buch „A Triumphant Kingdom“, Seite 3 von Robert Heidler & Chuck D. Pierce)
 
Diese neue Ära beinhaltet unter anderem das Regieren in der Königsherrschaft Jesu, die aus der Ruhe im Regierungsbereich Gottes entspringt (vgl. Jesaja 32,1).
 
Jesaja 32,1:
1 Siehe (Anm.: Seht eine neue Königreichs-Ära beginnt!), es wird ein König regieren, Gerechtigkeit aufzurichten, und Fürsten werden herrschen, das Recht zu handhaben, …
 
Das Agieren aus der regierenden Ruhe Gottes
 
Diese Ruhe hat ihren Sitz in der Facette Jesu als König, der zur Rechten Gottes sitzt (vgl. Markus 16,19).
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
Unser Auftrag ist es, nach dem Ort dieser ewigen Regierung zu trachten und von dort aus verantwortlich im königlichem Priestertum zu agieren (vgl. Kolosser 3,1-2).
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Regierende Ruhe bedeutet im Zustand einer höheren Ebene des Glaubens und des Triumphs Christi zu leben.
 
Der kontinuierliche „Aufenthalt“ an diesem Ort der Ruhe setzt voraus, dass man zuvor durch verschiedene Ebenen persönlicher Durchbrüche (Anm.: vom seelischen in den geistigen Bereich) gegangen ist und seine eigenen Vorstellungen losgelassen hat.
 
Einem Gläubigen wird erst dadurch möglich in herausfordernden Umständen in Christus zu regieren (vgl. Kolosser 3,1-4).
 
Darüber hinaus ist die regierende Ruhe eine Ebene des Ruhens im Vater in der Sohnschaft Christi mit dem Verständnis, dass er der über alles regierende Herrscher ist und einem die Freiheit zuteilt bzw. übertragen hat mit ihm gemeinsam zu regieren, so dass man in der Dimension des tiefen Vertrauens und Friedens – Shalom im Heiligen Geist lebt.
 
Die geistliche Verschiebung und der scheinbare „Verlust“
 
Wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass diese Art von Regierung mit einer erheblichen geistlichen Verschiebung verknüpft ist. Diese trägt dazu bei, dass der Wert von Zeit gemäß des biblischen Maßstabs Gottes an einen höheren Ort versetzt wird.
 
Diese Versetzung hat wiederum zur Folge, dass wir mit der uns von Gott zugeteilten Autorität (Anm.: Verantwortungsbereiche) sowie Identität in Christus an einen höheren Ort innerhalb der Ewigkeit Gottes begeben.
 
Hierbei bleibt es nicht aus, dass wir zuerst mit einer bestimmten Art von „Verlust“ bzw. „Abnahme“ in Berührung kommen, weil der Heilige Geist dabei ist, uns an das nächste Bestimmungsziel in Christus zu führen.
 
Es ist im Plan des himmlischen Vaters, dass wir uns mit der von ihm gegebenen Schönheit (Anm.: Herrlichkeit – Gegenwart) erfüllen, um in der Zukunft in einer neuen Identität und größeren Autorität sowie höheren Erkenntnis von Zeit zu wandeln.
 
Das geschieht, indem uns der himmlische Vater seine dienstbaren Geister (Anm.: Engel; vgl. Hebräer 1,14) an die Seite stellt, die uns davon abhalten, hoffnungslos zu werden und uns dabei behilflich sind, an den Ort der neuen Identität und größeren Autorität in Christus zu gelangen.
 
Hebräer 1,14:
14 Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?
 
Bevor wir in unsere neue Identität und größere Autorität in Christus eintreten, wird sich der Wert von Zeit (Anm.: die richtige Erkenntnis von Zeit und Treue im Umgang mit ihr) an einen neuen Ort verschieben. Das führt dazu, dass man die von Gott zugeteilte Herrlichkeit erstrahlen lässt und somit in die Phase der „Plötzlichkeiten Gottes“ (Anm.: unvorhergesehene Momente) eintritt.
 
Der Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“
 
Der Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“ wird dadurch hervorgerufen, weil man die biblischen festgesetzten Zeitpunkte Gottes in einem prophetischen Kontext richtig versteht und darin tiefer hineingeht.
 
Diese Erkenntnis kommt einem Seil gleich, das an Substanz zunimmt und größere Durchbrüche in Zeiten des geistlichen Kampfes gemäß Epheser 6,12 umfasst (vgl. Prediger 4,12 i.V.m. 5.Mose 16,16-17).
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Prediger 4,12:
12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
 
5.Mose 16,16-17:
16 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die der HERR erwählen wird: zum Fest der Ungesäuerten Brote [Pessach], zum Wochenfest [Shawuot] und zum Laubhüttenfest [Sukkot]. Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen, 17 sondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
 
Im Zusammenhang mit dem Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“, kommt der Salbung der Propheten eine wichtige Rolle zu. Sie vermitteln das offenbarende Licht der Wahrheit ihren Adressaten gegenüber, so dass die entsprechenden Empfänger in der Lage sind durch ihren freien Willen in die neue Identität und Autorität in Christus einzutreten.
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit von Kisch, dem Vater von Saul, der seine Eselinnen verlor und seinen Sohn Saul mit seinem zugewiesenen Knecht auf die Suche schickte, um diese zu finden (vgl. 1.Samuel 9,1-3).
 
1.Samuel 9,1-3:
1 Es war ein Mann von Benjamin, mit Namen Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener Mann.
2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann und es war niemand unter den Israeliten so schön wie er, eines Hauptes länger als alles Volk.
3 Es hatte aber Kisch, der Vater Sauls, die Eselinnen (Anm.: Symbol für den Wert von Zeit – die richtige Erkenntnis von Zeit) verloren. Und er sprach zu seinem Sohn Saul: Nimm einen der Knechte mit dir, mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen.
 
Die richtige Offenbarungserkenntnis von Zeit
 
Es ist von Bedeutung, dass wir die richtige Offenbarungserkenntnis von Zeit im biblischen Kontext entwickeln und mit dieser entwickelten Erkenntnis in die Gegenwart des Vaters zurückkehren.
 
Der scheinbare „Verlust“ in unserem Leben ist vom Vater vorherbestimmt, so dass wir mit einer neuen Identität und größeren Autorität sowie mit einer höheren Erkenntnis von Zeit in die regierende Gegenwart des Vaters zurückkehren.
 
Es ist kein Zufall, dass der Stamm Issaschar mit dem Symbol des Esels und dem Erkennen der Zeiten in Verbindung steht (vgl. 1.Mose 49,14 i.V.m. 1.Chronik 12,33)
 
1.Mose 49,14:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Während Saul und der Knecht seines Vaters auf der Suche waren, wollte Saul nach einiger Zeit zurück zu seinem Vater, da er die Eselinnen nicht finden konnte (vgl. 1.Samuel 9,5).
 
1.Samuel 9,5:
5 Als sie aber ins Gebiet von Zuf (Anm.: Honigzelle, Überströmung, Honigwabe => Offenbarung) kamen, sprach Saul zu dem Knecht, der bei ihm war: Komm, lass uns wieder heimgehen; mein Vater könnte sich sonst statt um die Eselinnen um uns sorgen.
 
Doch der von seinem Vater an seine Seite gestellte Diener ermutigte Saul die Gegenwart des Propheten Samuel aufzusuchen, um Wegweisung und Offenbarung für die Zukunft zu erhalten (vgl. 1.Samuel 9,6).
 
1.Samuel 9,6:
6 Der aber sprach: Siehe, es ist ein berühmter Mann Gottes (Anm.: Samuel) in dieser Stadt; alles, was er sagt, das trifft ein. Nun lass uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen sollen.
 
Investitionsbereitschaft in die prophetische Salbung
 
Die Begegnung mit Samuel hatte für Saul zur Folge, dass Saul sich entschied zuerst in die prophetische Salbung im Königreich Gottes zu investieren, woraus Wegweisung, größere Autorität und eine neue Identität für ihn folgte.
 
Während der Begegnung mit dem Propheten Samuel wurde Saul von ihm darin trainiert, wie man an himmlische Orte gelangt und von dort aus agiert (vgl. 1.Samuel 9,7-10.14.19-20.25-26 i.V.m. 1.Samuel 10,1).
 
1.Samuel 9,7-10.14.19-20.25-26:
7 Saul aber sprach zu seinem Knecht: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Mann? Denn das Brot in unserm Sack ist verzehrt und wir haben keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen könnten. Was haben wir sonst?
8 Der Knecht antwortete Saul abermals und sprach: Siehe, ich hab einen Viertel-Silbertaler bei mir; den wollen wir dem Mann Gottes geben, dass er uns unsern Weg sage.
10 Saul sprach zu seinem Knecht: Du hast recht geredet; komm, lass uns gehen! Und als sie hingingen nach der Stadt, wo der Mann Gottes war, …
14 Und als sie hinauf zur Stadt kamen und in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus ihnen entgegen und wollte auf die Höhe gehen. …
19 Samuel antwortete Saul: Ich bin der Seher. Geh vor mir hinauf auf die Höhe, denn ihr sollt heute mit mir essen; morgen früh will ich dir das Geleit geben und auf alles, was du auf dem Herzen hast, will ich dir Antwort geben.
20 Und um die Eselinnen, die du vor drei Tagen verloren hast, sorge dich jetzt nicht; sie sind gefunden.
25 Und als sie hinabgegangen waren von der Höhe der Stadt, machten sie Saul ein Lager auf dem Dach 26 und er legte sich schlafen. Und als die Morgenröte aufging, rief Samuel zum Dach hinauf und sprach zu Saul: Steh auf, dass ich dich geleite! Und Saul stand auf und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel.
 
1.Samuel 10,1:
1 Da nahm Samuel den Krug mit Öl und goss es auf sein Haupt und küsste ihn und sprach: Siehe, der HERR hat dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt.
 
Darüber hinaus führte Sauls Aufenthalt in der prophetischen Salbung dazu, dass die verlorenen Eselinnen gefunden wurden, ohne das Saul weiter nach ihnen suchen musste (vgl. 1.Samuel 10,2a-b).
 
1.Samuel 10,2a-b:
2a-b Wenn du jetzt von mir gehst, so wirst du zwei Männer finden bei dem Grabe Rahels an der Grenze Benjamins bei Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen ausgezogen bist; …
 
Das bedeutet für uns, wenn wir bereit sind,
  1. tiefer in unsere von Gott vorherbestimmte Verheißung hineinzugehen,
  2. in das neue Verständnis von Zeit einzutreten,
  3. auf die prophetische Salbung in Form von Wegweisung zu achten,
kehren die scheinbar verlorenen Dinge zurück an ihren Ort (vgl. Matthäus 7,7).
 
Matthäus 7,7:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
 
Diese Reife, zu der man in dieser Ebene als Heiliger gelangen kann (Anm.: basiert auf Bereitschaft und freiwilliger Herzenshaltung), findet Anerkennung beim Vater in den Himmeln, der seine Gunst erweist – denen, die diese drei Aspekte demütig beachten und somit positive Wendungen, in Form von „Plötzlichkeiten Gottes“ erleben dürfen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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