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Königreich Gottes und Qualität

27.10.2019, Daniel Glimm


Einleitung
 
Dem HERRN ist es wichtig, dass wir als Heilige in unseren Gemeinschaften die Qualität seines Königreichs tragen. Das bedeutet, dass er in bestimmten Phasen, in denen der HERR uns höher in seine Gegenwart zieht, uns näher zu sich kommen lässt und wir darin in ihm zunehmen.
 
Das Licht Gottes und Seine Freiheit
 
Das hat zur Folge, dass sein Licht solche Dinge erhellt, die verdunkelt sind, so dass Missstände in unseren Gemeinschaften in seinem Licht offenbar werden, damit wir in seinem Licht die Wahrheit erkennen, und in die wahre Freiheit treten sowie darin wandeln (vgl. Psalm 36,10 i.V.m. Johannes 8,31-32). Dieser Wandel in seinem Licht beinhaltet die Zunahme seines Lichts in uns.
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Diese Freiheit hat nichts mit einer ungesunden Unabhängigkeit zu tun, sondern mit der Freiheit und dem freien Verlangen in der Ordnung seines Wortes zu leben (vgl. 1.Korinther 14,33a i.V.m. Galater 5,13-15).
 
1.Korinther 14,33a:
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
 
Galater 5,13-15:
13 Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern.
14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (vgl. 3.Mose 19,18): „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“
15 Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.
 
Da dieser Lebenswandel gemäß seinem Wort Ordnung in unserem Leben etabliert, wird das Licht Gottes in seiner Auswirkung erkennbar, was zur Orientierung dient, womit auch eine Vorbildlichkeit (Anm.: vor den Menschen in der Welt) gemeint ist.
 
Qualität im Königreich Gottes
 
Das Wort „Qualität“ kommt von dem lateinischen Wort für „qualitas“ und beschreibt unter anderem den Wert eines Objektes, Systems oder Hergangs sowie den Wert eines Vorgehens.
 
In Bezug auf das Wort Gottes kann göttliche Qualität (Anm.: Frucht) nur hervorgebracht werden, wenn die Liebe Gottes das Zentrum in der Gemeinschaft von Heiligen und bei jedem Heiligen persönlich die Hingabe unter Gottes Autorität gegeben ist.
 
Dadurch ist wahre Jüngerschaft vor den Augen der Menschen erkennbar (vgl. Johannes 13,34-35 i.V.m. Galater 5,22-23).
 
Johannes 13,34-35:
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Wahre Jüngerschaft in Jesus Christus
 
Wahre Jüngerschaft in Jesus Christus bedeutet kurz erklärt, => eine Unbedingtheit der „Nachfolge“, die weit über das traditionelle Maß hinausgeht. Der Jünger Jesu muss um der anbrechenden Herrschaft Gottes willen bereit sein, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27).
Wie die Schriftgelehrten und der Täufer Johannes hatte auch Jesus „Schüler“, die ihm auf seinen Wanderungen folgten und sich seiner Autorität unterstellten.
Jünger Jesu sind im Neuen Testament nicht nur die zwölf Apostel, sondern in gewissem Sinn alle Christen, die das Wort Gottes als Maßstab in ihrem Leben haben und diesem folgen (vgl. Matthäus 10,42; Matthäus 28,19).
In der Apostelgeschichte wird die Gemeinde öfter als „die Jünger” bezeichnet, wo wir heute „die Christen” sagen würden; denn diese Bezeichnung, die den Jesusjüngern von ihrer Umwelt gegeben wurde, hatte zunächst einen eher abwertenden Klang „Christianer“ (vgl. Apostelgeschichte 11,26; Apostelgeschichte 26,28). <= (Teilauszug von CD-ROM Luther Bibel Edition)
=> Somit sind wahre Jünger Jesu Schüler/Studenten, die immer lernen, wachsen und mehr nach der
Erkenntnis ihrer Berufungen und Ziele suchen. (Anm.: Zitat von Rick Joyner) <=
 
Qualität und das Schlüsselloch
 
In Bezug auf die Qualität im Königreich Gottes ließ mich der HERR anhand des Beispiels einer geschlossenen Tür wissen, dass der Sitz von Qualität dem Schlüsselloch einer geschlossenen Tür gleichkommt, das im Vergleich der Fläche einer Tür eine wesentlich geringere Fläche besitzt. Das „Schlüsselloch“ trägt in sich die ähnliche Aufgabe, wie die eines Filters.
 
Dies liegt in der Aussage von Jesus Christus begründet, in Bezug auf Personen, die von sich denken, reich zu sein und nicht bereit waren/sind, sich völlig der Weisung seines Wortes zu unterstellen, demnach keinen Zugang in die Königreichsregierung bzw. das Himmelreich und seine Gegenwart erhalten (vgl. Matthäus 19,23-24).
 
Matthäus 19,23-24:
23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen.
24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.
 
Das in Matthäus 19,23 erwähnte Wort „Himmelreich“ bedeutet:
 
=> A) Die Herrschaft und Macht von Gottes Ordnungen, Systemen, Regeln und Wegen in den Angelegenheiten der Menschen. B) Der Einfluss der Gemeinde von Jesus Christus in der Welt.
C) Es ist das, was der Welt die Autorität von Jesus Christus als den Herrscher über das Königreich Gottes und seine Himmel auferlegt. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 298)
 
Reichtum im Sinne Gottes
 
Reichtum ist nicht nur mit irdischem Reichtum verknüpft, sondern kann auch ein überhebliches Denken beinhalten, das eine Person veranlasst davon auszugehen, dass man mit seinen Maßstäben und daraus resultierenden Entscheidungen richtig liegt.
 
Auch wenn eine Entscheidung nachvollziehbar sein kann, jedoch nicht aus der innigen Liebesbeziehung mit dem himmlischen Vater in Jesus Christus erwächst, ist diese in der übernatürlichen Welt, wo der Vater wohnt, nicht haltbar (Anm.: nicht von Bestand). Solch eine Art von Entscheidung ist vor dem Angesicht Gottes vielmehr mit Armut, Blindheit und Scham im Leben der betreffenden Person verbunden (vgl. Offenbarung 3,17).
 
Offenbarung 3,17:
17 Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts!, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, …
 
Der Wille des Vaters ist es für solche Personen, dass sie sich den himmlischen Maßstab aneignen, der den Wandel im Reichtum seines Glaubens und seines prophetischen Geistes (Anm.: Weisheit und Offenbarung) bedeutet sowie die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes beinhaltet (vgl. Offenbarung 3,18 i.V.m. Epheser 1,17-20).
 
Offenbarung 3,18:
… 18 rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst.
 
Epheser 1,17-20:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, 20 mit der er in Christus gewirkt hat.
 
Solange wie Heilige demnach an ihren eigenen Anschauungen, Maßstäben und persönlichen Vorstellungen festhalten, die nicht mit dem Wort Gottes sowie dessen Kraft von Überführung (Anm.: Erziehung vom Vater) übereinstimmen, kann Qualität im Königreich Gottes nicht zunehmen sowie erkannt werden.
 
Wenn Gläubige sich aber bereitwillig zum Lernen als Jünger dem Prozess der Heiligung hingeben, können sie sich höher ziehen lassen und in der Gegenwart Gottes in ihm und seinem alles durchscheinendem Licht zunehmen.
 
Dieser Heiligung, die die Qualität in sich trägt, sollen wir nachjagen, was mit klarer Zielsetzung und einem aktiven Vorgang verbunden ist (vgl. Hebräer 12,6-7.14).
 
Hebräer 12,6-7.14:
6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.
7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit seinen Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? …
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm




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