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Das apostolische Flussbett und der prophetische Fluss Gottes

13.12.2016, Daniel Glimm


Einleitung

Vor einiger Zeit sprach der HERR zu mir über seinen prophetischen Fluss und das damit verbundene apostolische Flussbett, indem er auf das Fundament der Gemeinde Jesu gemäß Epheser 2,19-22 hinwies.

Epheser 2,19-22:
19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
22 Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Das fließende Wasser im Flussbett

Der HERR machte mir deutlich, dass es für uns als Gemeinde Jesu in Deutschland notwendig ist, wenn wir effektiv in dieser Zeit die prophetische Gegenwart Gottes (Anm.: seine hohen Gedanken und Pläne; vgl. Jesaja 55,8-9) an ihren Bestimmungsort tragen und die Schätze, die in Jesus Christus verborgen liegen in den jeweiligen Regionen an die Oberfläche bringen möchten, wir uns in der apostolischen Ordnung Gottes voranbewegen sollten.
Die apostolische Ordnung kommt dem Flussbett eines Flusses gleich, welches das bewegende Wasser trägt.
Das fließende Wasser in dem Flussbett kommt der prophetischen Gegenwart Gottes gleich, die er aus seinem Thronsaal für diese Zeit freisetzt, welche immer stärker zunimmt, wenn wir uns wie der Prophet Hesekiel in dem von Gott gesetzten Maß seiner prophetischen Gegenwart nahen (vgl. Hesekiel 47,1-7).

Hesekiel 47,1-7:
1 Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei.
2 Und er führte mich hinaus durch das Tor im Norden und brachte mich außen herum zum äußeren Tor im Osten; und siehe, das Wasser sprang heraus aus seiner südlichen Seitenwand.
3 Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Messschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen; da ging es mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.
6 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hast du das gesehen? Und er führte mich zurück am Ufer des Flusses entlang.
7 Und als ich zurückkam, siehe, da standen sehr viele Bäume am Ufer auf beiden Seiten.

Die 1000 Ellen

Dieses von Gott gesetzte Maß über 1000 Ellen (Anm.: eine Elle wird gemessen von der Spitze des Ellenbogens bis zur Spitze des Mittelfingers), ist ein Hinweis auf das Vollmaß, das aus dem Evangelium (Anm.: die gute Nachricht - Jesus Christus) und der prophetischen Salbung erwächst, was Menschen, die sich in hoffnungslosen Situationen befinden erhebt (vgl. 1.Korinther 14,3).

1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Der Aufenthalt in der apostolischen Ordnung

Um jedoch zu einem effektiven Ergebnis durch die Kraft der Prophetie für diese Zeit zu gelangen, ist es notwendig, dass Menschen, die sich im prophetischen Salbungsfluss Gottes bewegen, sich in der apostolischen Ordnung aufhalten.
Das wird anhand der Flusseinteilung im Garten Eden deutlich, wo von Gott der Hauptfluss in vier Flussarme eingeteilt wurde, was ein Hinweis auf seine lebendige Hand auf der Erde war bzw. ist (vgl. 1.Mose 2,10-14).

1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Das Volk Israel, Hesekiel und Johannes der Täufer

Zum Beispiel verstanden das Volk Israel, der Prophet Hesekiel sowie auch der Prophet Johannes der Täufer die Wichtigkeit sich im Flussbett eines "fließenden Gewässers" aufzuhalten.

Das Volk Israel und das Flussbett

Weil Israel es verstand mit der Gegenwart Gottes (Anm.: Bundeslade) ins Flussbett des Jordan einzutreten, kamen sie ins verheißene Land (vgl. Josua 3,1.8.14-17).

Josua 3,1.8.14-17:
1 Und Josua machte sich früh auf und sie zogen aus Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Israeliten, und blieben dort über Nacht, ehe sie hinüberzogen.
8 Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.
14 Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen 15 und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, 16 da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.
17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

Der Prophet Hesekiel und das Flussbett

Weil Hesekiel es in seiner Zeit verstand sich dem von Gott gesetzten prophetischen Fluss zu nähern, nahm dieser zu, so dass Hesekiel in eine neue Bewegung eintrat, die seine Lasten erleichterte, so dass er sich auf neue Weise im Geist Gottes voranbewegte (Anm.: vom Gehen ins Schwimmen - von der Vertikalen in die Horizontale; vgl. Hesekiel 47,4-5).

Hesekiel 47,4-5:
4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.

Das Feiern der biblischen Feste

Das Tiefergehen von Hesekiel ist zugleich auch ein Hinweis auf die Bedeutung des Feierns der biblischen Feste.
Das Feiern der biblischen Feste beinhaltet für uns kein Zelebrieren aus Gesetzlichkeit, sondern es ist ein Feiern aus dem Blickwinkel der Freiheit und Offenbarungserkenntnis in Jesus Christus.
Anhand der Vorgehensweise von Hesekiel als er sich in der Vision auf die Anweisung des Engels der Tempelquelle näherte, können wir ein Bezug zu den von Gott festgelegten biblischen Festen erkennen, die mit der Zunahme des Heiligen Geistes auf der Erde verbunden sind (vgl. Hesekiel 47,1.3-5 i.V.m. 2.Mose 34,23-24).

Hesekiel 47,1.3-5:
1 Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei. …
3 Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Messschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen; da ging es mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.

2.Mose 34,23-24:
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.

Jede einzelne Anstiegsphase des Wassers der Tempelquelle war mit dem Gehorsam von Hesekiel und dem Maß der göttlichen Ordnung verknüpft, da der Engel eine Messschnur in der Hand hielt, mit der er nach jedem Schritt von Hesekiel 1000 Ellen Maß.
Die Zahl „1000“ steht in diesem Kontext in Verbindung mit dem „Vollmaß Gottes“.
Es gab insgesamt vier Phasen der Zunahme, die uns auf folgende Zeitfenster Gottes aufmerksam machen sollen:

1. das Wasser bis zu den Knöcheln => Pessach (Anm.: Vergebung und Erlösung durch das Blut des Lammes)

2. das Wasser bis zu den Knien => Schawuot/ das Fest der Wochen/ Pfingsten (Anm.: Vertrauensgabe Gott gegenüber für die kommende Versorgung/ die Gabe von übernatürlicher Offenbarung - das Geben der Torah/ Ausgießung des Heiligen Geistes)

3. das Wasser bis zur Hüfte => Sukkot/ Laubhüttenfest (Anm.: Fest der Herrlichkeit Gottes/ Danksagung für die von Gott gegebene Ernte)

4. das Wasser, das den gesamten Körper von Hesekiel bedeckte => der geisterfüllte Wandel des Leibes Jesu in den Zeitfenstern Gottes und in der Fülle seiner Herrlichkeit

Der Prophet Johannes der Täufer und das Flussbett

Weil es Johannes der Täufer verstand ebenfalls ins Flussbett des Jordans einzutreten, taten viele Menschen Buße und ließen sich als Zeichen von ihm im Jordan taufen.
Das war jedoch nicht alles, sondern weil Johannes die Kraft des "Flussbettes" Gottes für diese Zeit verstand, konnte er den Himmel offen sowie den Heiligen Geist über dem Lamm Gottes (Anm.: Jesus Christus) in Form einer Taube herabkommen sehen und die Stimme des himmlischen Vaters hören (vgl. Matthäus 3,13-17).

Matthäus 3,13-17:
13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe.
14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?
15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er es geschehen.
16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.
17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Fazit

Das bedeutet, dass wenn wir uns als Heilige im Leib Jesu in der apostolischen Ordnung Gottes aufhalten, sind wir in der Lage, effektiv Frucht für diese Zeit hervorzubringen.
Prophetie, die nicht in der Ordnung Gottes abläuft, "verläuft" sich in meinen Worten ausgedrückt im Sand.
Apostolische Ordnung meint, dass der prophetische Fluss Gottes apostolisch geführt werden sollte, was dem Aufstehen des Apostels Petrus mit allen anderen Aposteln zur Ausgießung von Schawuot/Pfingsten gleichkommt, wo Petrus die Ausgießung des Heiligen Geistes den Menschen erklärte (vgl. Apostelgeschichte 2,14-36)

Was ist apostolische Führung?

Das Fundament der Kirche seiend, ist apostolische Führung der Eckstein von der Lebensfähigkeit des Neuen Testaments (vgl. Epheser 2,20).
Offenbarung, Vermittlung und Bildung sind der Schlüssel zur apostolischen Entwicklung mit dem Schwerpunkt auf geistlicher Entwicklung. Lehreinheiten und kirchliche Organisation sind vorderste Initiativen der apostolisch Führenden. Der Schutz der Organisation durch das Vorbereiten und das Einsetzen der richtigen Personen an ihren Platz sind vorrangig.
Ursprünge, Geschichte und Antike sind beharrlich an die zeitlichen Lehren der Apostel gebunden. Apostel sind die hohen Rufenden, die das Volk konstant herausfordern zu wachsen, sich auszudehnen und über das Irdische aufstehen, um Gott auf Seiner Ebene zu dienen. Sie sind vorwärts getrieben zu bauen, kreativ und erfinderisch zu sein.

Der Apostel fördert göttliche Ordnung, Gottes Anbetung und des Volkes priesterlichen Dienst ihrem König gegenüber.
Sie sind ewigkeitsdenkend und wollen Christi Ewigkeit jeden Tag in dem Jetzt ausüben und abwickeln.
Als großartige Gouverneure (Anm.: Führende) nehmen sie Leiterschaft über die routinemäßige Organisation der Gemeinde hinaus und bringen sie in die Regierung des Königreiches.
Apostolische Leiter sind intelligent, strukturiert und informativ. Lernen und lehren sind für sie wichtig, um Menschen umzuwandeln, von dem Ort am Kreuz, wo sie sich aufhalten, zu dem, wozu Gott sie für immer geschaffen hat (vgl. Hebräer 6,1-3).
Ihre intime Beziehung mit dem auferstandenen Christus macht sie zu überzeugten Leitern, feurigen Arbeitern und hingegebenen Überbringern von Gottes Wahrheit, die wirksam die Kräfte der Zeitalter, welche kommen, demonstrieren. (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 60 und Seite 61)

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm





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