zurück zur Übersicht


Noach und die Kraft des prophetisches Wortes

04.11.2016, Daniel Glimm


Einleitung

Da wir uns als Heilige in der Woche des Wortes Gottes mit der Überschrift „Noach – Ruhe, Trost“ befinden, möchte ich auf die Wichtigkeit der prophetischen Weisung Gottes und das darauffolgende Handeln im Gehorsam eingehen (vgl. 1.Mose 6,13-22).

1.Mose 6,13-22:
13 Da sprach Gott zu Noach: Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
14 Mache dir einen Kasten von Tannenholz (Anm.: Goferholz) und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.
15 Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe.
16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.
17 Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne.
19 Und du sollst in die Arche bringen von allen Tieren, von allem Fleisch, je ein Paar, Männchen und Weibchen, dass sie leben bleiben mit dir.
20 Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben.
21 Und du sollst dir von jeder Speise nehmen, die gegessen wird, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene.
22 Und Noach tat alles, was ihm Gott gebot.

Der Abschluss eines Bereichs von Raum und Zeit

Die Zeit Noachs war das Zeitfenster, in dem Gott beschloss einen Bereich von Raum und Zeit abzuschließen, um eine neue Zeit und einen neuen Raum auf Erden hervorzubringen.
Hierbei entschied sich Gott auf ähnliche Weise vorzugehen, wie zu Beginn der Schöpfung, wo ebenfalls das Element Wasser die Erde bedeckte.
Zu dieser Zeit schwebte der Geist Gottes auf bzw. über dem Wasser (vgl. 1.Mose 1,1-2).

1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Das „Schweben“ über dem Wasser

Zur Zeit von Noach entschied sich Gott ebenfalls dazu, dass „etwas“ auf dem Wasser „schweben“ bzw. schwimmen sollte, nämlich die Arche mit den acht Seelen (Anm.: Noach und seine drei Söhne sowie ihre Frauen) und der in Paaren angeordneten Tiere.
Die Arche, die Noach im Auftrag Gottes baute, bestand aus Holz, was bereits ein Hinweis auf das vollende Werk von Jesus Christus am Kreuz (Anm.: das vollendete Wort Gottes; vgl. Johannes 1,1-4 i.V.m. Matthäus 5,17; Johannes 19,28.30; Offenbarung 19,13) war, der das Gericht Gottes für alle Menschen auf sich nahm, die an ihn glauben würden, um sie zu einem neuen Geschlecht, nämlich zu Söhnen Gottes zu machen (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. 2.Korinther 5,21; Weisheit 14,6-7; Johannes 1,12-13).

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

2.Korinther 5,21:
21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Weisheit 14,6-7:
6 Denn auch vor alters, als die hochmütigen Riesen umkamen, flüchteten die, an denen die Hoffnung der Welt hing, auf ein Floß, das deine Hand lenkte, und hinterließen so der Welt die Stammeltern für ein neues Geschlecht.
7 Denn ein solches Holz, das einer gerechten Sache dient, soll gesegnet sein; …

Johannes 1,12-13:
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.

Das Hineingehen in die Arche

Anhand dieser o.g. Erklärung wird deutlich, dass das Hineingehen von Noach in die Arche für uns in dieser Zeit ein Hinweis auf das Hineingehen in die wahrhaftige Beziehung mit Gott durch das Liebeswerk von Jesus Christus am Kreuz ist, was die wahrhaftige Gemeinschaft im Wort Gottes und im Gebet bedeutet (vgl. 1.Mose 7,13.16 i.V.m. Johannes 14,6; Matthäus 6,6).

1.Mose 7,13.16:
13 An eben diesem Tage ging Noach in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne; …
16 Und das waren Männchen und Weibchen von allem Fleisch, und sie gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.

Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

Der Klang des Wortes Gottes und des Gebets

Wenn wir uns als Heilige mit dem Klang des Wortes Gottes und dem des Gebets umgeben, bleiben wir inmitten von Gericht bewahrt und erschaffen somit einen Raum von Glauben und die richtige Erwartungshaltung, die von Gott erbetenen Dinge zur rechten Zeit zu empfangen (vgl. Römer 10,17 i.V.m. Matthäus 6,6).

Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt (Anm.: dem Hören des Wortes Gottes), das Predigen aber durch das Wort Christi.

Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

Wenn Gott uns in der wahrhaftigen Gemeinschaft im Geist und in der Wahrheit (Anm.: sein Wort) auf Erden sieht, beginnt er sein Licht in unsere Sphäre einfließen zu lassen, so dass eine neue Phase von Raum und Zeit beginnt (vgl. Johannes 4,24 i.V.m. 1.Mose 1,2-3).

Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

1.Mose 1,2-3:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser (Anm.: Noach, seine Familie und die Tiere bewegten sich ebenfalls über den Wassern – obere und untere Wasser; vgl. 1.Mose 7,11).
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.

Zur Zeit Noachs wurde von Gott der neue Beginn von Raum und Zeit mit einem Regenbogen angekündigt bzw. eingeläutet (vgl. 1.Mose 8,15-16 i.V.m. 1.Mose 9,12-13).

1.Mose 8,15-16:
15 Da redete Gott mit Noach und sprach: 16 Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir.

1.Mose 9,12-13:
12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

Die „Taufe“ der Erde

Durch die Tage der Flut, die ein Zeitfenster des Übergangs waren, wo erstmalig das obere sowie das untere Wasser die Erde bedeckten, „taufte“ Gott die Erde mit seiner Gerechtigkeit (vgl. 1.Mose 6,17 i.V.m. 1.Mose 7,11-12).

1.Mose 6,17:
17 Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.

1.Mose 7,11-12:
11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noachs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, 12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.

Das sechshundertste Jahr Noachs

Die Flut geschah im sechshundertsten Jahr von Noach. Der Zahlenwert von „600“ ergibt sich aus den hebräischen Buchstaben „Thaw – 400“ und „Resch – 200“.
Das „Thaw“ ist der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets und stellt piktographisch ein „Kreuz“ dar.
Der Buchstabe „Resch“ bedeutet unter anderem „Kopf, Haupt, Anführer, Anfang, Spitze, Summe“ und hat die piktographische Darstellung eines „Menschenkopfs“.
Anhand dieser Erklärung wird deutlich, dass die Lebenszeit von Noach zur Zeit der Flut bereits auf Gott und Jesus Christus, dem „Alpha und Omega – Anfang und Ende“ hindeutete (vgl. Offenbarung  1,8 i.V.m. Offenbarung 22,13).

Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Offenbarung 22,13:
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Das Zeichen der aufeinandertreffenden Wasser

Das Aufeinandertreffen des unteren Wassers mit dem oberen Wasser zur Zeit von Noach ist zugleich für uns heutzutage ein Zeichen, dass Gerechtigkeit und Heil Hand in Hand miteinander gehen sowie eine gewaltige Bewegung auf der Erde bewirken. Das hat zur Folge, dass die geistliche Ebene sowie die materielle Ebene gereinigt wird.
Bei den zwei Wassern handelt es sich um die „Flut“ des Segens zur Gerechtigkeit (vgl. 1.Mose 7,11-12).

1.Mose 7,11-12:
11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noachs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf, 12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm





TOP