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Der Kleidungswechsel, um den König und Bräutigam zu sehen!

15.09.2016, Daniel Glimm


Wahre Freunde Gottes

Wir befinden uns als Volk Gottes im Zeitfenster, in der der HERR nach wahren Liebhabern bzw. Freunden sucht, die sein Herz mehr erkennen wollen, so ähnlich wie Mose, der in enger Beziehung mit Gott stand und von dem berichtet wird, dass Gott mit ihm von Angesicht zu Angesicht sprach (vgl. 2.Mose 33,11a).

2.Mose 33,11a:
11a Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. …

Mose wusste, wie es auch der Apostel Paulus auf ähnliche Weise wusste, dass er sich nicht selbst gehörte, sondern Gott (vgl. Galater 2,20).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Mose fügte sich dem Ruf bzw. dem Plan Gottes, um das gesamte Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens herauszuführen, damit es in der Lage war, später unter der Führung von Josua in die Verheißung einzutreten.
Mose führte das Volk mit solch einem Verlangen, dass er sogar den HERRN aufforderte, ihn aus dem Buch des Lebens zu tilgen, um das Volk Israel zu retten (vgl. 2.Mose 32,32)!

2.Mose 32,32:
32 Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.

Die Geschichte von Bartimäus und das Buch Ruth

Da Mose ein Freund Gottes war, möchte ich in diesem Zusammenhang auf das Buch Ruth – das Buch der Freundschaft (Anm.: Der Name „Ruth“ bedeutet „Freundschaft, Freundin.“) und die Geschichte von Bartimäus eingehen. Hierbei offenbarte mir der Heilige Geist, dass es notwendig ist, um das Wesen Gottes zu sehen und zu verstehen, wir dort, wo wir eine falsche Sichtweise in unserem Leben feststellen, die ich als einen „schmutzigen Mantel“ bezeichnen würde, der unsere Seele umschließt, diese bzw. diesen wie Bartimäus abzulegen (vgl. Markus 10,50).

Markus 10,50:
50 Da warf er (Anm.: Bartimäus) seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus.

Der falsche Mantel und das Bewusstsein

Der Mantel bedeutet in diesem Zusammenhang eine falsche Sicht, die wir in unserem Bewusstsein/Gewissen besitzen und die durch falsche Lehren sowie ein falsches Verständnis in Verbindung mit unseren gemachten Erfahrungen, ohne durch das Wort Gottes gefiltert worden zu sein, hervorgerufen wurde.
=> „Das Bewusstsein/Gewissen kommt einem überlagernden Fenster oder „Auge“ zwischen dem Geist und der Seele gleich.
Es ist ähnlich dem Gerinnungsprozess des Blutes, wenn wir uns versehentlich geschnitten haben, wo ein Element in unserem Blut beginnt eine Substanz hervorzubringen, damit das Blut gerinnt. Wenn unser Gewissen nicht sauber ist, formt sich eine Art Schorf, der den Wind seines Geistes behindert.
Damit unser Gewissen das ganze Jahr rein bleibt, muss das Fenster des Himmels und das Fenster unseres Gewissens miteinander verbunden sein.
Gott kann das Fenster des Himmels offen halten, aber wenn das Fenster unseres Gewissens nicht richtig ausgerichtet ist, verpassen wir Offenbarung.
Gott will sicher sein, dass das Fenster unseres Gewissens offen und so ausgerichtet ist, dass wenn er durch seinen Geist beginnt zu wehen, wir es nicht verpassen, das zu empfangen, was er in uns hineinwehen möchte.“
<= (Anm.: Teilauszug aus dem Buch „A Time To Advance – Eine Zeit voranzuschreiten“, Seite 269  von Chuck D. Pierce mit Robert und Linda Heidler)
Die Attribute, die eine ungesunde Schorfbildung bzw. ein ungesundes Gewissen verhindern, sind Gottes Öl (Anm.: Salbung durch den Heiligen Geist) und sein Blut (Anm.: Gottes gegebene Liebe durch Jesus Christus am Kreuz von Golgatha).
Das wird anhand des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter deutlich als dieser Öl und Wein auf die Wunden des Mannes aus Jerusalem goss, der auf seinem Weg nach Jericho überfallen wurde (vgl. Lukas 10,33-34).

Lukas 10,33-34:
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.

Um auf den genannten unsauberen Mantel zurückzukommen, repräsentiert dieser auch eine böse Macht, die die Emotionen eines Menschen an den Punkt bringt, wo dieser ohne die Wahrheit des Wortes Gottes anzuwenden, eine Entscheidung allein aus seinen Emotionen trifft.
Es sollte jedoch das Wort Gottes der Filter in unserem Leben sein, so dass wir nicht allein aus unseren Emotionen entscheiden, sondern anhand der Wahrheit des Wortes Gottes (vgl. Johannes 8,31-32).

Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

Bartimäus – der Sohn des hohen Lobpreis

Bartimäus gibt uns durch seine Verhaltensweise ein gutes Beispiel dafür, wie jeder Einzelne im Volk Gottes verfahren sollte, wenn er oder sie ein getrübtes Bewusstsein besitzt.
Bevor Bartimäus von seiner Blindheit durch Jesus Christus geheilt wurde, trug er bereits seine Berufung bzw. Identität von Gott, nämlich ein wahrer Liebhaber und Anbeter Gottes zu sein, was durch seinen Vornamen sowie den Ort, wo er saß (Anm.: nahe der Erstlingsstadt Jericho) und seine laute Stimme verdeutlicht wird.
Der Name „Bartimäus“ bedeutet „Sohn des hohen Lobpreis“ und „Jericho“ bedeutet „Ort der Düfte“ (vgl. Markus 10,46).

Markus 10,46:
46 Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho wegging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus.

Klang und Bewegung

Es ist der hohe Klang (Anm.: Anbetung), der Bewegung erzeugt, was Bartimäus verstand, weil er seine laute Stimme einsetzte, um nach Hilfe zu rufen. Sein lautes Rufen ließ Jesus aufmerken, so dass Bartimäus in Bewegung kam, indem er aufstand (vgl. Markus 10,47-52).

Markus 10,47-52:
47 Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an, zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
48 Und viele fuhren ihn an, er solle stillschweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
49 Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich!
50 Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus.
51 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde.
52 Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

Die Wahre Suche und das Haus des Lichtes

Bartimäus kreierte eine Gegenwart der wahrhaftigen Suche nach Jesus, was dazu führte, dass Bartimäus ihn fand sowie sein Augenlicht erhielt.
Bartimäus verwandelte sich von einem „Haus der Dunkelheit“ in ein „Haus des Lichtes“ (vgl. Matthäus 7,7-8 i.V.m. Lukas 11,34).

Matthäus 7,7-8:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Lukas 11,34:

34 Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.

Der Plan des Teufels und die Gefangenschaft von Bartimäus

Der Teufel versuchte Bartimäus in einem Modus von Armut (Anm.: er war ein Bettler) und in einem Leben ohne Licht (Anm.: Blindheit) gefangenzuhalten.
Der Grund war, weil Bartimäus einen Mantel trug, der ihn in Gefangenschaft und in Dunkelheit hielt. Erst als Jesus ihn rief, warf er seinen alten Mantel weg!

Die laute Stimme von Bartimäus

Bartimäus erkannte seine bestimmte Zeit mit Jesus Christus, dem Messias, so dass er seine laute Stimme einsetzte, um die Aufmerksamkeit von Jesus zu bekommen, die er auch erhielt!
Das Ergebnis dessen war, dass Bartimäus von Jesus wahrgenommen wurde, so dass er seinen alten Mantel (Anm.: getrübtes Gewissen) hinweg warf und danach an seinen Augen geheilt wurde.

Die Gegenwart von wahrer Anbetung

Von diesem Zeitpunkt an, wurde Jesus von Bartimäus umgeben und begleitet (Anm.: bedeutet wahre Anbetung im Geist und in der Wahrheit), so dass Jesus kurze Zeit später nach Jerusalem als König einritt (vgl. Johannes 4,23-24 i.V.m. Markus 11).

Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Die neue Kleidung von Gott

Wenn wir feststellen, dass der „alte Mantel“ in unserem Leben gegenwärtig ist, dann ist es Zeit, diesen wegzuwerfen und es Gott zu erlauben, uns auf neue Weise zu kleiden (vgl. Hebräer 9,14).

Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Die Salbung und Bekleidung von Ruth

Das ist, was auch Ruth tat als sie auf den Rat ihrer Schwiegermutter Noomi hörte, indem sie sich persönlich auf die Begegnung mit ihrem werdenden Bräutigam Boas vorbereitete, um die Generation des Messias (Anm.: Jesus Christus) abzusichern (vgl. Ruth 3,1-11 i.V.m. Matthäus 1,1.5).

Ruth 3,1-11:
1 Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, ich will dir eine Ruhestatt suchen, dass dir es wohlgehe.
2 Siehe, Boas, unser Verwandter, bei dessen Mägden du gewesen bist, worfelt diese Nacht Gerste auf seiner Tenne (Anm.: ein Symbol für Buße/Umkehr und den Prozess der Heiligung, vgl. Matthäus 3,11-12).
3 So bade dich (Anm.: Erneuerung) und salbe (Anm.: Berufung) dich und lege dein Kleid an (Anm.: Bereitschaft) und geh hinab auf die Tenne. Gib dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er gegessen und getrunken hat.
4 Wenn er sich dann schlafen legt, so merke dir die Stelle, wo er sich hinlegt, und geh hin und decke zu seinen Füßen auf und leg dich hin, so wird er dir sagen, was du tun sollst.
5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, will ich tun.
6 Sie ging hinab zur Tenne und tat alles, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte.
7 Und als Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge und er ging hin und legte sich hinter einen Kornhaufen. Und sie kam leise und deckte zu seinen Füßen auf und legte sich hin.
8 Als es nun Mitternacht (Anm.: Zeitmaß, wo die Stunden der Nacht abnehmen) ward, erschrak der Mann und beugte sich vor; und siehe, eine Frau lag zu seinen Füßen.
9 Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd. Breite den Zipfel deines Gewandes über deine Magd (Anm.: symbolisiert unter die Ordnung und die Gegenwart Gottes zu kommen; vgl. 4.Mose 15,37-39), denn du bist der Löser.
10 Er aber sprach: Gesegnet seist du vom HERRN, meine Tochter! Du hast deine Liebe jetzt noch besser erzeigt als vorher, dass du nicht den jungen Männern nachgegangen bist, weder den reichen noch den armen.
11 Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht. Alles, was du sagst, will ich dir tun; denn das ganze Volk in meiner Stadt weiß, dass du eine tugendsame Frau bist.

Matthäus 1,1.5:
1 Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. …
5 Salmon zeugte Boas mit der Rahab. Boas zeugte Obed mit der Ruth. Obed zeugte Isai.

Amen and Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm




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