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Die Beleidigung der Abgesandten Davids

20.07.2016, Daniel Glimm


Das Zeichen auf den „Recyclingprozess“ Gottes

Während ich vor einigen Tagen mit meinem Pkw auf den Straßen Berlins unterwegs war, gab der HERR mir ein Zeichen, indem er mich zweimal einen Lkw der Berliner Recyclingfirma „Bartscherer“ sehen ließ.
Im Zusammenhang mit diesem Zeichen möchte ich die Botschaft dazu verwenden, uns als Volk Gottes dabei zu helfen, den „Recyclingprozess“ Gottes in unserem Leben zu verstehen.
Der Begriff „Recycling“ kommt von dem griechischen Wort „Kyklos – Kreis“ und von der lateinischen Vorsilbe „re – wieder zurück“.
Diese Worterklärung weist darauf hin, dass Recycling ein Prozess von Dingen ist, die einen Kreislauf durchlaufen und nach ihrer Nutzung zu Abfallprodukten werden, die wiederverwertet bzw. deren Ausgangsmaterialien als Sekundärrohstoffe dienen.
Das gängige Zeichen für den Recylingprozess sind drei Pfeile, die sich von rechts nach links in einer Kreisform bewegen (Anm.: anlehnend an die Worterklärung zu dem Begriff „Recycling“ auf wikipedia.de).
Da Gott eine Dreieinigkeit ist (Vater, Sohn und Heiliger Geist) und sein Zeitzyklus sich in einer Kreis- bzw. Spiralform bewegt, weil er der HERR, der Ewigkeit ist, der in unsere Zeit eingreift, können wir eine Betonung durch das Recyclingzeichen erkennen.
Im prophetischen Kontext weisen die drei im Kreis bewegenden Pfeile auf Gottes Wesen und seine Bewegung hin.

Die Beleidigung der Abgesandten Davids

In Verbindung mit dem Zeichen der zwei Lkw führte mich der HERR zu der Bibelstelle aus 2.Samuel 10,1-5, wo es um die Beleidigung der Abgesandten Davids geht, die er zu Hanun, dem König der Ammoniter sandte, um ihm sein Beileid und seine Güte zu zeigen, da sein Vater Nachasch gestorben war, der zu seiner Lebenszeit David gegenüber Güte erwies.
Als die Obersten der Ammoniter mitbekamen, dass David seine Abgesandten zu ihrem König Hanun sandte, berieten sie ihren König falsch, was später verheerende Folgen für sie als ammonitisches Volk hatte.
Sie veranlassten ihren König durch zwei Fragen dazu, die Abgesandten Davids als Feinde zu betrachten, weil sie nach ihrer Ansicht eine böse Absicht hatten, nämlich das Land auszuspionieren, um es zu zerstören, was jedoch nicht der Tatsache entsprach.
Die Obersten der Ammoniter blickten durch ihr verunreinigtes Bewusstsein, was dazu führte, dass sie dem König Hanun zu einer ungerechten Tat anstifteten, indem er den Abgesandten Davids die Bärte halb abscheren und ihre Gewänder bis unter den Gürtel abschneiden ließ, um sie danach gehen zu lassen.
Als David davon hörte, ohne seine Abgesandten zu Gesicht zu bekommen, sandte er Boten ihnen entgegen, um seinen gedemütigten Dienern sagen zu lassen, sich in der Stadt Jericho aufzuhalten, bis ihre Bärte wieder gewachsen waren.

2.Samuel 10,1-5:
1 Und es begab sich danach, dass der König der Ammoniter starb und sein Sohn Hanun wurde König an seiner statt.
2 Da sprach David: Ich will Hanun, dem Sohn des Nahasch, Freundschaft erweisen, wie sein Vater mir Freundschaft erwiesen hat. Und er sandte hin und ließ ihn durch seine Gesandten über seinen Vater trösten. Als nun die Gesandten Davids ins Land der Ammoniter kamen, 3 sprachen die Obersten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanun: Meinst du, dass David deinen Vater vor deinen Augen ehren wolle, wenn er Tröster zu dir gesandt hat? Meinst du nicht, dass er dazu seine Boten zu dir gesandt hat, damit er die Stadt erforsche und erkunde und zerstöre?
4 Da nahm Hanun die Gesandten Davids und ließ ihnen den Bart halb abscheren und die Kleider halb abschneiden bis unter den Gürtel und ließ sie gehen.
5 Als das David angesagt wurde, sandte er ihnen Boten entgegen; denn die Männer waren sehr geschändet. Und der König ließ ihnen sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist; dann kommt zurück.

Die falsche Reaktion von Hanun

Hinter dieser Geschichte aus 2.Samuel 10,1-5 verbirgt sich ein Geheimnis Gottes, das für uns als sein Volk in dieser Zeit eine Richtungsweisung beinhaltet.
Wir können aus der oben genannten Schriftstelle entnehmen, dass eine Zeit von Regierungsleiterschaft zu Ende war und eine neue Zeit von Leitung begann, weil Nachasch der König der Ammoniter starb und sein Sohn Hanun die Königsherrschaft der Ammoniter antrat.
Wie zuvor erwähnt, zeigte Nachasch zu seiner Lebenszeit Güte gegenüber König David, was auf einen positiven Aspekt hinweist.
Sein Sohn Hanun jedoch ehrte König David nicht, so dass sein Verhalten in einem negativen Kontext steht.
Der Name „Hanun“ bedeutet „barmherzig, gnädig“ und repräsentiert in diesem Zusammenhang ein falsches Verständnis über die zugeteilte Gnade und Gunst Gottes, das durch ein nicht gereinigtes Gewissen genährt wird.

Die Reinigung des Gewissens

Es ist wichtig, dass wir unser Gewissen dort, wo es verunreinigt wurde durch das Blut Jesu reinigen lassen (vgl. Hebräer 9,14).

Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Wenn das nicht geschieht, kommt es zu Entscheidungen, die zu unerwünschten Ergebnissen führen.
Gerade in Zeiten, wo Gott Veränderung in unser Leben bringen möchte, versucht der Feind Vorteile für seine Zwecke daraus zu ziehen, indem er unbehandelte innere Verletzungen aus vergangenen Erfahrungen dazu gebraucht, um unser Gewissen getrübt zu halten, so dass wir die Gnadenerweise Gottes in einem falschen Licht sehen.
Wenn wir die inneren Verletzungen in unserem Leben nicht behandeln lassen, führt das zu negativen Eigenschaften (z.B.: eine Versagermentalität, eine verwirrte Wahrnehmung des Lebens, Trägheit, Leblosigkeit/ Kälte, verlorene Hoffnung oder Apathie/ Teilnahmslosigkeit in unserem  Geistmenschen, geblockte Emotionen), die eine bittere Wurzel kreieren, die das Vorankommen verhindert, so dass der vorgenommene Erfolg nicht eintritt.
Auf eine ähnliche Weise blickte Hanun durch die Worte seiner Obersten verdächtig auf die Abgesandten Davids, die eine gute Absicht hatten, nämlich Hanun die Güte und das Mitgefühl des Königs von Israel zu erweisen.
Der verdächtigende Blick von Hanun veranlasste ihn dazu, die kommende Weisheit (Anm.: symbolisiert durch die Bärte der Abgesandten Davids/ Das hebräische Wurzelwort für „Bart“ ist „sāqēn“ und bedeutet „alt geworden sein, älter werden.“ Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel, Sprachschlüsselnummer 2256) und Kraft Gottes (Anm.: symbolisiert durch die abgeschnittenen Gewänder) auszuschlagen.

Alle Dinge müssen zum Besten dienen!

Wenn wir in ähnlichen Situationen als Abgesandte des HERRN Menschen begegnen, um ihnen die Güte Gottes zu überbringen und sie diese ablehnen, sollte uns das Wort aus Römer 8,28 ermutigen, wo es heißt, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Hinter der Demütigung der Abgesandten Davids können wir als Volk Gottes in dieser Zeit eine Weisung des HERRN sehen, die beinhaltet, dass Jesus Christus, unser König einen Ort festgelegt hat, wo wir noch stärker an Weisheit und Verständnis zunehmen, indem wir vergeben und es der Bitterkeit, die durch negative Erfahrungen auftreten kann, nicht erlauben in uns Wurzel zu fassen.
Auch wenn wir Jesus Christus nicht buchstäblich vor unseren Augen sehen, sendet er uns Helfer, die uns im Zentrum seines Willens für diese Zeit positionieren, um weiter zu ihm, der das Haupt ist hinzuwachsen (vgl. Epheser 4,15).

Epheser 4,15:
15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, …

Aus dem Zentrum von Jericho handeln – die Erstlingsfurcht-Stadt Gottes

Es war kein Zufall, dass David seine gedemütigten Abgesandten nach Jericho berief.
Der Name „Jericho“ bedeutet „Ort der Düfte oder Mondstadt“ und war die erste Stadt im Land der Verheißung, die das Volk Israel unter der Führung von Josua einnahm.
Jericho war eine Erstlingsfrucht, die Gott alleine geweiht war, was die Begründung dafür ist, warum das Volk Israel keine Gegenstände aus der Stadt an sich nehmen durfte (vgl. Josua 6,17-18).

Josua 6,17-18:
17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann des HERRN verfallen sein. Nur die Hure Rahab soll am Leben bleiben und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten.
18 Allein hütet euch vor dem Gebannten und lasst euch nicht gelüsten, etwas von dem Gebannten zu nehmen und das Lager Israels in Bann und Unglück zu bringen.

Jericho repräsentiert im Kontext mit 2.Samuel 10,1-5 den Ruf Gottes an jeden Heiligen in seine Gegenwart (Anm.: Duft) sowie in seine Zeit einzutreten, um befähigt zu sein, Gottes Zeitpunkt zu erkennen, um zur richtigen Zeit weiter mit göttlicher Weisheit, Verständnis und geistlicher Reife voranzugehen.
Gottes Zeitzyklus ist ein Mondzyklus (Anm.: an den Mond gekoppelt), der die Zeit der biblischen Monate ankündigt und anzeigt.
Im prophetischen Kontext gesprochen, traten die Abgesandten Davids auf den Befehl ihres Königs in das „Uhrwerk Gottes“ ein, um mit größerer Weisheit und Verständnis über die Zeit Gottes zu ihrem König David zurückzukehren.
Es ist das Verlangen von Jesus Christus, dass wir als seine Gesandten die Zeit des himmlischen Vaters verstehen, so wie er es verstand als er auf Erden lebte.

Nachasch – die Schlange als ein hinweisendes Zeichen

Wie ich bereits oben im Wort erwähnte, hatte Nachasch, der Vater von Hanun einen positiven Bezug zu David, weshalb ich an dieser Stelle seinen Namen bzw. die Bedeutung seines Namens in einen positiven Kontext bringe.
Der Name „Nachasch“ bedeutet „Schlange“ und ist derselbe hebräische Name, der für die astronomische Sternenkonstellation „Schlange“, die sich im Nordhimmel am Firmament befindet, gebraucht wird.
Es handelt sich hierbei um die Sternenkonstellation, die die Schlange darstellt, welche versucht mit ihrer gespaltenen Zunge die nördliche Krone (Anm.: Corona Borealis) zu erlangen.
Das ist ein Zeichen dafür, dass der Feind versucht, die Königsherrschaft Jesu in den Söhnen Gottes in jeder Generation anzugreifen.
In Bezug auf die Bibelstelle aus 2.Samuel 10,1-5 und der Sternenkonstellation können wir hinter der Schlange einen positiven Aspekt und göttlichen Hinweis über den Angriff des Feindes erkennen.
Die Richtung des Nordens weist auf den geheimnisvollen Bereich Gottes und seine Gegenwart hin, weil der Norden die Richtung ist, wo sich die Stadt des großen Königs befindet, der Jesus Christus ist und bei der es sich um Zion, den Berg Gottes handelt (vgl. Hiob 37,22; Psalm 48,3; Hesekiel 1,4).

Hiob 37,22:
22 Von Norden kommt goldener Schein; um Gott her ist schrecklicher Glanz.

Psalm 48,3:
3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden,
die Stadt des großen Königs.

Hesekiel 1,4:
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.

Die Schlange zur Zeit von Mose

Es ist ebenfalls kein Zufall, dass das erste Zeichen der Bestätigung der göttlichen Berufung von Mose eine Schlange war. Sie repräsentierte die göttliche Kraft, die die böse Schlange – die aufgerichtete Kobra (Anm.: Zauberei/Magie), welche sich auf der Krone des Pharaos, dem König von Ägypten befand, konfrontierte (vgl. 2.Mose 4,1-5 i.V.m. 2.Mose 7,8-12).

2.Mose 4,1-5:
1 Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen.
2 Der HERR sprach zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab.
3 Der HERR sprach: Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange (Anm.: „nāḥāš”) und Mose floh vor ihr.
4 Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
5 Und der HERR sprach: Darum werden sie glauben, dass dir erschienen ist der HERR, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.

2.Mose 7,8-12:
8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: 9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Weist euch aus durch ein Wunder!, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao, dass er zur Schlange (Anm.: Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort für „Schlange ist „tannîn“ und bedeutet „Seeungeheuer, Schlange, Drache.“; Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel, Sprachschlüsselnummer 8770 => Hinweis auf die Zunahme von Autorität zur Konfrontation im Vergleich zu dem hebräischen Wort „nāḥāš”, wo die Schlange als ein Zeichen zur Berufungsbestätigung diente.) werde!
10 Da gingen Mose und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Großen und er ward zur Schlange.
11 Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen und die ägyptischen Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten: 12 Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.

Die Schlange, die mit dem Holzstab von Mose bzw. Aaron verbunden war, war bereits zur Zeit der Konfrontation mit dem Pharao ein Zeichen auf den Sieg von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha über alle Macht der Finsternis (vgl. Johannes 3,14-17 i.V.m. 1 Korinther 15,54-55; Galater 3,13).

Johannes 3,14-17:
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

1.Korinther 15,54-55 (Rev. Elberfelder):
54 Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: "Verschlungen ist der Tod in Sieg."
55 "Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?"

Galater 3,13:
13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 21,23): „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“, …

Die feurigen Schlangen/Drachen in der Zeit von Jesaja

Auch zur Zeit des Propheten Jesaja, in dem Jahr als der König Usija starb, offenbarte Gott die demütige Gegenwart seiner Feuerdrachen – Seraphim sowie seine Regierungsherrschaft, was dazu führte, dass durch die Anbetung der Seraphim der Eingang - Schwellen erbebte(n), so dass sich die Heilige Gegenwart Gottes in Form von Rauch intensivierte (vgl. Jesaja 6,1-8).

Jesaja 6,1-8:
1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.
2 Seraphim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!
4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.
5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
6 Da flog einer der Seraphim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!

Durch das Ende der Regierung im irdischen Bereich (Anm.: im Jahr als Usija starb) erschien der HERR mit seiner Regierungsherrschaft (Anm.: sitzend auf dem Thron) und ließ die Anbetung seiner Seraphim erschallen, was dazu führte, dass das neue Portal der Zeit, die die Zukunft von Jesaja trug, erschüttert wurde, um alle göttlichen Dinge in der Zukunft des Lebens von Jesaja an den richtigen Ort fallen zu lassen, so dass wenn Jesaja in seine Zukunft eintrat, sie am richtigen Ort auffand.
Es ist kein Zufall, dass das hebräische Wurzelwort für „Türpfosten“ bzw. „Schwelle“ das Wort „'ēm“ ist und „Mutter“ bedeutet, die der Träger und Behüter von zukünftigem Leben ist (Anm.: Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel, Sprachschlüsselnummer: 533).
Diese Worterklärung macht deutlich, dass wenn es zur Manifestation der heiligen Gegenwart Gottes kommt, die prophetischen Fürbitter/innen durch den Heiligen Geist ins gebärende Gebet gelangen, weil Gott einen neuen Eingang von Leben bzw. von Zukunft durch die heilige Anbetung kreiert!
Auch wenn Jesaja nicht alles von seiner Zukunft wusste bzw. was passieren würde, befand sich bereits Gottes heilige Gegenwart (Anm.: aufsteigender Rauch) in seiner Zukunft.
Das bedeutet für uns heutzutage, dass meistens zu dem Zeitpunkt, wenn eine Regierung zu Ende geht, ebenfalls Veränderung für uns als Volk Gottes ansteht, bei der es wichtig ist, dass wir richtig auf Gottes Plan reagieren.

Die Schlange, ein Zeichen für die neue Zeit

Immer dann, wenn die Schlange als ein Zeichen erscheint, ist das ein Hinweis für uns als Volk Gottes, dass eine neue Zeit für uns angebrochen ist, die mit der Herrschaft und dem Vorangehen in der Berufung Gottes verbunden ist (vgl. 1.Mose 1,26).

1.Mose 1,26:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht (Anm.: Die Schlange war der Herrschaft des Menschen unterstellt.).

Wenn Gott auf diese Weise neue Zeiten ankündigt, ist es wichtig, dass wir nicht auf falsche Schlussfolgerungen von Menschen hören, sondern mit erleuchteten Augen des Herzens die Situation beurteilen und Gottes Gunst und Gnade zur Regierung in Empfang nehmen.

Die erhobene Schlange

Wie oben bereits erwähnt, ist auch die erhobene Schlange ein Hinweis auf den Sieg von Jesus Christus am mittleren Kreuz von Golgatha (vgl. Johannes 3,14-17 i.V.m. 4.Mose 21,4-9).

Johannes 3,14-17:
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

4.Mose 21,4-9:
4 Da brachen sie auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege 5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier und uns ekelt vor dieser mageren Speise.
6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben.
7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
8 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
9 Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.

Das Verschlingen Gottes

Jedes mal, wenn die böse Schlange auftaucht, tritt Gott mit seiner „Schlange –  tannîn“ auf, die den Sieg seines Sohnes Jesus Christus offenbart, um alle bösen Kräfte wie z.B. Zauberei, Wahrsagerei, … zu verschlingen (vgl. 2.Mose 7,8-12).
An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass die eben bösen Einflüsse durch falsche Worte hervorgerufen werden (Anm.: eine gespaltene Zunge).

Der zischelnde Klang

Wir sollten nicht davor zurückschrecken, wenn der HERR uns in der kommenden Zeit mit einem zischelnden Klang begegnet, weil er uns auf den positiven Aspekt der Schlange aufmerksam machen möchte, der mit dem vollendeten Sieg von Jesus Christus am Kreuz gegenüber dem Feind verbunden ist (vgl. Johannes 19,30 i.V.m. Jesaja 11,4; 2.Thessalonicher 2,8; 2.Korinther 5,21; Galater 3,13-14).

Johannes 19,30:
30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied (Anm.: hauchte seine Geist aus).

Jesaja 11,4:
… 4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.

2.Thessalonicher 2,8:
… 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.

2.Korinther 5,21:
21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde (Anm.: zum Sündopfer) gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Galater 3,13-14:
13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 21,23): „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“, 14 damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit
,

Daniel Glimm




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