zurück zur Übersicht


Negatives Reden und die Versetzung des Tores

04.07.2016, Daniel Glimm


Einleitung

In unserem Leben mit Jesus Christus kann es gelegentlich zu Phasen kommen, wo Menschen in unserem Umfeld erscheinen, die durch negatives Reden über uns Dinge verbreiten, die nicht der Wahrheit entsprechen und uns bewusst versuchen durch die Macht ihrer Zunge einzuschüchtern.

Negatives Reden

Negatives Reden kann dazu führen, dass wir in einen geistlichen Lähmungszustand verfallen, so ähnlich wie es dem Propheten Elija erging, der durch die Worte von Isebel nach einem großen Sieg eingeschüchtert wurde, obwohl er sie nicht zu Gesicht bekam.
In solchen Situationen ist es vonnöten, dass Gott eingreift, indem er uns z.B. Engel sendet, die dabei behilflich sind, uns aus diesem Zustand zu befreien (vgl. 1.Könige 19,1-5 i.V.m. Sacharja 4,1).

1.Könige 19,1-5:
1 Und Ahab sagte Isebel alles, was Elija getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte.
2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elija und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!
3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.
4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!

Sacharja 4,1:
1 Und der Engel, der mit mir redete, weckte mich abermals auf, wie man vom Schlaf erweckt wird, …

In Anbetracht der Thematik über die Einschüchterung durch negatives Reden möchte ich ein strategisches Wort zur Verfügung stellen, das allen betreffenden Personen helfen soll, mit solchen Situationen umzugehen.

Die Kraft der Worte Gottes und der Zunge

Da Gott durch die Kraft seines Wortes den Himmel, die Erde und die Zeit erschuf, wird deutlich, dass ausgesprochene Worte Macht haben, um einen Ort von Raum und Zeit zu erschaffen, der sich für den Menschen positiv oder negativ auswirken kann. Das wird ebenfalls deutlich, wenn wir über die Macht der Zunge studieren, von der der Apostel Jakobus sprach (vgl. 1.Mose 1,1-5ff. i.V.m. Jakobus 3,3-6).

1.Mose 1,1-5:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Jakobus 3,3-6:
3 Wenn wir den Pferden den Zaum ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir ihren ganzen Leib.
4 Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt.
5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet es an!
6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet. 

Das Volk Israel und der Riese Goliath

Zur Zeit nachdem David vom Propheten Samuel verborgen zum König gesalbt wurde, trat das Volk Israel unter der Führung von König Saul in den Kampf gegen die Philister ein, die den Riesen Goliath als Vorkämpfer hatten, der das gesamte Volk Gottes sowie deren politische Führung durch sein Auftreten und seine Worte über vierzig Tage lang einschüchterte (vgl. 1.Samuel 16,1c-3.12-13; 1.Samuel 17,1.4-11.16).

1.Samuel 16,1c-3.12-13:
… 1c Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen.
2 Samuel aber sprach: Wie kann ich hingehen? Saul wird es erfahren und mich töten. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern.
3 Und du sollst Isai zum Opfer laden. Da will ich dich wissen lassen, was du tun sollst, dass du mir den salbst, den ich dir nennen werde. …
12 Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist es.
13 Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.

1.Samuel 17,1.4-11.16:
1 Die Philister sammelten ihre Heere zum Kampf und kamen zusammen bei Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka bei Efes-Dammim. …
4 Da trat aus den Reihen der Philister ein Riese heraus mit Namen Goliath aus Gat, sechs Ellen und eine Handbreit groß.
5 Der hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und einen Schuppenpanzer an, und das Gewicht seines Panzers war fünftausend Lot Erz, 6 und hatte eherne Schienen an seinen Beinen und einen ehernen Wurfspieß auf seiner Schulter.
7 Und der Schaft seines Spießes war wie ein Weberbaum und die eiserne Spitze seines Spießes wog sechshundert Lot, und sein Schildträger ging vor ihm her.
8 Und er stellte sich hin und rief dem Heer Israels zu: Was seid ihr ausgezogen, euch zum Kampf zu rüsten? Bin ich nicht ein Philister und ihr Sauls Knechte? Erwählt einen unter euch, der zu mir herabkommen soll.
9 Vermag er gegen mich zu kämpfen und erschlägt er mich, so wollen wir eure Knechte sein; vermag ich aber über ihn zu siegen und erschlage ich ihn, so sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.
10 Und der Philister sprach: Ich habe heute dem Heere Israels hohngesprochen, als ich sagte: Gebt mir einen Mann und lasst uns miteinander kämpfen.
11 Als Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters hörten, entsetzten sie sich und fürchteten sich sehr. …
16 Aber der Philister kam heraus frühmorgens und abends und stellte sich hin, vierzig Tage lang.

Das Tor des Tages und des Abends

Durch die o.g. Bibelstelle können wir erkennen, dass der Philister Goliath durch seine Worte ein Tor für sich und sein Volk etablierte, das zum Sieg über Israel beitragen sollte.
Das Tor deckte die Phase des Tages und der Nacht ab.
Goliath war sich des strategischen Tores des Tages und des Abends bewusst, so dass er sich in diese Eingänge stellte, um die Angst im Volk Israel am Tag sowie auch in der Nacht aufrechtzuerhalten.

Angst, die Waffe des Feindes

Angst ist eine Waffe des Feindes, die uns als Volk Gottes daran hindern soll, tiefer in Gottes Verheißung einzutreten und das ist der Grund, warum Gott immer wieder in seinem Wort davon spricht, dass wir uns nicht fürchten sollen.
Über einen ganzen Monat hindurch schüchterte Goliath das Volk Israel ein und es war keiner der Israeliten außer David mutig genug, den ersten Schritt zu wagen, um den Widerstand, der dem Volk Gottes im Weg stand, zu brechen.

Die vierzig Tage der Einschüchterung

Diese vierzig Tage deuten für uns heutzutage auf eine Phase der Prüfung hin, für die uns Gott perfekt ausgestattet hat, um diese siegreich zu bestehen.
Das bedeutet, dass wir durch die Gemeinschaft mit Gott, unserem himmlischen Vater bereit sind, ein erneuertes Gedankengut, so wie es David besaß, zu kultivieren und darin voranzugehen (vgl. Römer 12,2).

Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

David und der neue Weinschlauch

David wandelte zu seiner Zeit in der Struktur des neuen Weinschlauchs und zugleich in einer neuen Zeit, was durch seine Position als achter Sohn von Isai verdeutlicht wird.
Ich bin persönlich davon überzeugt, dass David aufgrund dessen mit der überreichen Versorgung seines Vaters ausgerüstet wurde, um die Führungskräfte und das Volk Israel im Kampf zu versorgen (vgl. 1.Samuel 16,10-12.17-18).

1.Samuel 16,10-12.17-18:
10 So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwählt.
11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierher kommt.
12 Da sandte er hin und ließ ihn (Anm.: David) holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist es. …
17 Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm für deine Brüder diesen Scheffel geröstete Körner und diese zehn Brote und bringe sie eilends ins Lager zu deinen Brüdern; 18 und diese zehn frischen Käse bringe dem Hauptmann und sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht, und bringe auch ein Unterpfand von ihnen mit.

Die Zahl 8

Die Zahl „8“ steht im prophetischen Kontext für „Erneuerung, Beginn bzw. Neuanfang“, da die Beschneidung durch den Glauben am achten Tag stattfand und Adam nachdem er mit Gott am siebten Tag ruhte, am achten Tag seinen ersten „Arbeitstag“ in der vollendeten Schöpfung Gottes wahrnahm und begann den Garten zu bewachen, die Tiere beim Namen zu nennen und die Ernte der Bäume sowie die der Pflanzen einzuholen (vgl. 1.Mose 17, 12 i.V.m. 1.Mose 1,29; 1.Mose 2,15.19).

1.Mose 17,12 (Rev. Elberfelder):
12 Im Alter von acht Tagen soll alles, was männlich ist, bei euch beschnitten werden, durch eure Generationen, der im Haus geborene und der von irgendeinem Fremden für Geld gekaufte Sklave, der nicht von deiner Nachkommenschaft ist; …

1.Mose 1,29:
29 Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.

1.Mose 2,15.19:
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. …
19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.

Der Aufruf Gottes in den neuen Zeitzyklus einzutreten

Die achte Position von David unter seinen Brüdern, da er der Jüngste von ihnen war, ist ein Aufruf Gottes an uns heutzutage, dass wir uns in den neuen Zeitzyklus Gottes begeben, der seine hohen Gedanken und Pläne trägt sowie Herausforderungen beinhaltet, um die Zukunft gemäß des Willens Gottes zu meistern.
David wandelte in der Struktur der erneuerten Jugend und trat in den „ersten Tag der Arbeit“ ein, um mit prophetischer Sicht richtig bzw. Gott gemäß zu handeln (vgl. Jesaja 40,31).

Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Weil David sich in der neuen Zeit und Struktur des HERRN aufhielt, war er nicht befähigt auf die Weise im Kampf voranzugehen, wie es das Volk Israel gewohnt war.
Seine Waffen waren keine irdischen Waffen, sondern ein Sinnbild für die geistlichen Waffen unserer Zeit, die mächtig im Dienste Gottes sind (vgl. 1.Samuel 17,38-40.49-51 i.V.m. 2.Korinther 10,4-5)!

1.Samuel 17,38-40.49-51:
38 Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte ihm einen ehernen Helm auf sein Haupt und legte ihm einen Panzer an.
39 Und David gürtete Sauls Schwert über seine Rüstung und mühte sich vergeblich, damit zu gehen; denn er hatte es noch nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann so nicht gehen, denn ich bin es nicht gewohnt; und er legte es ab 40 und nahm seinen Stab in die Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Köcher diente, und nahm die Schleuder in die Hand und ging dem Philister entgegen. …
49 Und David tat seine Hand in die Hirtentasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.
50 So überwand David den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn. David aber hatte kein Schwert in seiner Hand.
51 Da lief er hin und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn vollends und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Stärkster tot war, flohen sie.

2.Korinther 10,4-5:
4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.

Die Umwandlung des Tores

Nachdem David durch den ersten flachen Stein von fünf Steinen den Riesen Goliath zu Boden brachte, ergriff er Goliaths Schwert und schlug ihm den Kopf ab.
Der Griff Davids zum Schwert von Goliath war ein Zeichen, dass die Zeit der Einschüchterung durch die Worte des Spottes für Israel beendet war, so dass Gott begann durch den Sieg Davids über seine Feinde zu spotten (vgl. Psalm 2,4).

Psalm 2,4:
4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.

Durch Davids kühnes Handeln gegenüber Goliath verwandelte er das für vierzig Tage aufgerichtete Tor des Spottes und der Einschüchterung in das Tor des Triumphs und Sieges Gottes!
Das Schwert Goliaths wurde später Davids persönliches Schwert für die neue Zeit, in die er eintrat.
Es repräsentierte unter anderem den Triumph Gottes über die Feinde des Volkes Israel und erinnerte David immer dann daran, wenn er das Schwert zur Hand nahm (vgl. 1.Samuel 21,9-10).

1.Samuel 21,9-10:
9 Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hier bei dir ein Spieß oder ein Schwert? Ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, denn die Sache des Königs war eilig.
10 Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du im Eichgrund erschlagen hast, das ist hier, in einen Mantel gewickelt, hinter dem Efod. Willst du das, so nimm es, denn es ist kein anderes hier als dies. David sprach: Seinesgleichen gibt es nicht; gib mir es!

Simson und das Stadttor von Gaza

Auf ähnliche Weise ging ebenfalls der Nasiräer und Richter Simson vom Stamm Dan vor als er das Tor der Hurerei und des Mordplans (Anm.: der böse Plan, die Gerechtigkeit Gottes zu entfernen), das sich in Gaza befand an einen höheren Ort versetzte, indem er es um Mitternacht aus der Verankerung riss und auf den Berg, der sich gegenüber von Hebron befand, positionierte (vgl. Richter 16,1-3).

Richter 16,1-3:
1 Simson ging nach Gaza und sah dort eine Hure und ging zu ihr.
2 Da wurde den Gazatitern gesagt: Simson ist hierher gekommen! Und sie umstellten ihn und ließen auf ihn lauern am Stadttor; aber die ganze Nacht verhielten sie sich still und dachten: Morgen, wenn es licht wird, wollen wir ihn umbringen.
3 Simson aber lag bis Mitternacht. Da stand er auf um Mitternacht und ergriff beide Torflügel am Stadttor samt den beiden Pfosten, hob sie aus mit den Riegeln und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf die Höhe des Berges vor Hebron.

Durch diese übernatürliche Versetzung des Tores verwandelte Simson das Tor der Hurerei und des Mordplans in das Tor der Gnade, um den Menschen die Möglichkeit zu geben in den „Bundesort bzw. die Gesellschaft/Verbindung des Bundes“ einzutreten. Das ist, was „Hebron“ bedeutet.
Weiterhin blockierte Simson durch sein Tätigwerden um Mitternacht den neuen Zeitzyklus des Bösen und läutete stattdessen den neuen Zeitzyklus der Gnade, Hoffnung und wahrhaftigen Liebe ein, der zu seiner Zeit bereits ein Vorbote auf den Kreuzestod Jesu war (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 10,9; Johannes 19,16-18).

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Johannes 19,16-18:
16 Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde.
Sie nahmen ihn aber 17 und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha.
18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.

Fazit

Es ist für uns als Heilige wichtig, dass wenn wir uns in einem geistlichen Lähmungszustand befinden, bereit sein sollten, unser Gedankengut vom Heiligen Geist erneuern zu lassen und zugleich die Hilfe der Engel Gottes in Anspruch zu nehmen. Dadurch sind wir in der Lage in unserem Geist zu erstarken und die Situation richtig zu beurteilen sowie unseren Weg mit Jesus Christus tiefer in die Verheißung fortsetzen, so ähnlich wie es uns von Kaleb und Josua berichtet wird (vgl. 4.Mose 14,9.24).

4.Mose 14,9.24:
9 Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz (Anm.: schützender Schatten) von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen! …
24 Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist (Anm.: ein anderes Denken) in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen, …

Weiterhin ist es notwendig, dass wir aus der Gegenwart des himmlischen Vaters kooperieren, damit wir die hohen Gedanken/Pläne Gottes zum Sieg in unserem Geist empfangen können. Erst wenn das geschehen ist, sollten wir in die Phase der Konfrontation eintreten.
Das Empfangen der hohen Gedanken Gottes bzw. der Prozess der Gedankenerneuerung setzt voraus, dass wir uns in der Struktur des neuen Weinschlauchs bewegen, der ein wahrhaftiges Opfer benötigt und treue Nachfolge fordert (Anm.: wahre Unterordnung Gott gegenüber; vgl. Galater 2,20).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Darüber hinaus sollten wir als Volk Gottes nicht nach dem Maßstab der Welt bzw. in der Struktur des griechischen Gedankenguts denken (vgl. Römer 12,1-2).

Römer 12,1-2:
1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Das griechische Gedankengut umfasst das Verehren von Menschen und ihres Könnens auf eine ungesunde Weise.
Personen, die in der griechischen Denkweise leben, sagen beispielsweise: “Wir haben die Kraft in uns selbst. Wir sind unsere eigenen Götter. Wir können die Welt perfekt machen, wenn wir alle zusammen daran arbeiten.”
Auch sagt die griechische Denkweise: “Studiere Theologie und Lehre (Anm.: Wissenschaften), um daraus zu argumentieren und mit menschlichem Intellekt begreifend kritisch vorgehen zu können, damit richtige Antworten um jeden Preis erhalten bleiben.”
Zum Beispiel ist die Demokratie aus Griechenland hervorgegangen und diese war eine neue Form der Regierung und Gesellschaftsordnung.
Es ist die griechische Denkweise, die Stolz als wesentliches Prinzip beinhaltet, welcher sich hinter der Anwendung vom humanistischen Intellekt, der menschlichen Wahrnehmung entsprechend, verbirgt.
Dass Erkenntnis vor allem Kraft ist, glauben die Griechen und haben diese Denkweise so geprägt, dass wenn die Menschen verstehen wie etwas auftritt, dann wären sie in der Lage auch die Ereignisse kontrollieren und/ oder manipulieren (Anm.: steuern) zu können.
Menschen mit einer griechischen Denkweise wollen demnach sicher gehen, dass alles mit ihrem Verstand sowie menschlichem Denkvermögen entsprechend intellektuell zu erklären ist und nach bestimmten logischen Abläufen vonstatten geht.
Da Satan eher ein barbarisches Wesen aufweist, beabsichtigt er die Vorgehensweise der Bedrückung, wird aber ein griechisches Gedankengut gebrauchen, um uns als Menschen in säkularen Gedanken dahingehend zu lenken, dass wir nicht mitbekommen wie wir währenddessen beraubt werden, das Beste von Gott zu empfangen.
Bedauerlicherweise arbeitet vieles in der Gemeinde aus einer griechischen Denkweise.
Man kann beispielsweise in einige kirchliche Gemeinschaften gehen und anfangen über den übernatürlichen Bereich (Anm.: z.B. den Heiligen Geist, dessen Geistesgaben, Engel, Prophetie und das Reden in Zungen) zu sprechen, würde aber schnell erreichen, dabei gehindert zu werden.
Etliche Christen glauben deshalb nicht an diese Dinge, weil sie es nicht verstehen können wie Gott denkt.
Für eine griechische Denkweise sind menschliche Begründungen (Anm.: humanistisch) ausschlaggebend und sie wird demnach das Unbegreifliche nicht akzeptieren.
Wer sich mit Gott voranbewegt, muss einige Dinge akzeptieren, die nicht zu verstehen sind, weil Gott den Verstand herausfordert, um das Herz zu prüfen. Was auch bedeutet, dass Gott Dinge tut oder tun wird, die man nicht versteht, nur um zu sehen, ob man ihn liebt und ihm trotzdem vertraut.
Die griechische Denkweise mit ihrer heutigen Beliebtheit im Humanismus und daraus resultierender Humanität als ein Ausdruck humanistischer Vorstellungen hat leider im Leib Jesu bis heute viel Einzug gehalten.
Lasst uns deshalb in der Struktur des neuen Weinschlauchs und in Gottes hohen Gedanken vorangehen, um die Tore der Finsternis durch unsere Worte und unser Handeln umzuwandeln, so dass sie dadurch an einen höheren Ort versetzt werden, damit dem Feind der Zugang verwehrt und Gott der Eintritt gewährt wird.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm





TOP