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Die Salbung des Stammes Issaschar

11.05.2016, Norm Franz

Übersetzung: Daniel Glimm

Einleitung

„der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …“ 1.Chronik 12,33

Durch die Geschichte des alten Israels hindurch, wird der Stamm Issaschar als eine Familie dargestellt, die dazu bestimmt war, körperlich und geistig zu gedeihen.
Die Söhne des Stammes Issaschar waren nicht nur „streitbare Männer“ (vgl. 1.Chronik 7,1-5), sondern auch dazu berufen, den anderen Stämmen Israels im Bereich von Finanzen und dem Dienst des Wortes bzw. der Lehre Gottes (Anm.: Thora) zu dienen.

1.Chronik 7,1-5:
1 Die Söhne Issachars waren: Tola, Puwa, Jaschub und Schimron, diese vier.
2 Die Söhne Tolas aber waren: Usi, Refaja, Jeriël, Jachmai, Jibsam und Schemuël, Sippenhäupter von Tola und gewaltige Männer; nach dem Geschlechtsregister an Zahl zu Davids Zeiten 22600.
3 Der Sohn Usis war: Jisrachja. Und die Söhne Jisrachjas waren: Michael, Obadja, Joel und Jischija, diese fünf; sie waren alle Sippenhäupter.
4 Und nach ihrem Geschlechtsregister, nach ihren Sippen waren unter ihnen zum Kampf gerüstetes Heervolk 36000; denn sie hatten viele Frauen und Kinder.
5 Und ihre Brüder in allen Geschlechtern Issachars waren gewaltige Männer, 87000, und wurden alle aufgezeichnet.

Finanzielle Dienerschaft

Das zugeteilte Land des Stammes Issaschar inmitten des verheißenen Landes beinhaltete in erster Linie das Tal von Jesreel. Diese Region besaß das reichste bzw. fruchtbarste Ackerland, das auch Zugang zum Mittelmeer hatte. Aufgrund dessen konnten die Söhne Issaschars „den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande“ (vgl. 5.Mose 33,18-19 i.V.m. Josua 19,17-18).

5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issachar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.

Josua 19,17-18:
17 Das vierte Los fiel auf den Stamm Issaschar für seine Geschlechter.
18 Und sein Gebiet war Jesreel, Kesullot, Schunem, …

In ihrem Überfluss, berief Gott den Stamm Issaschar, Nahrung für das gesamte Volk Israel als ein „vorgesehener Diener“ ihren Brüdern unter den anderen Stämmen bereitzustellen (vgl. 1.Mose 19,14-15).

1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.

Geistliche Dienerschaft

Issaschars geistlicher Wohlstand war bekannt unter den Stämmen Israels. Sie waren einer der sechs Stämme, die auf dem Berg Garizim standen und als ein Teil den heiligen Segen über das Volk Israel sprachen (vgl. 5.Mose 27,12).

5.Mose 27,12:
12 Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, um das Volk zu segnen, wenn ihr über den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Issaschar, Josef und Benjamin.

Es wird weiterhin über den Stamm Issaschar berichtet, dass er sich in den Worten des Gesetzes verstand und mit Weisheit von Gott ausgerüstet war, so dass die Stämme Israels ihren Anweisungen folgten.
Ihr Wissen über Gottes Wort ließ sie zu primären Verwaltern über die geistlichen Schätze Israels werden. Ihr Rat und die Interpretationen des Wortes Gottes wurden als weisend empfangen.

Das Verständnis von Zeit

Die Söhne Issaschars waren ebenfalls biblische Astronomen, die den Lauf der Zeiten und Zeitpunkte aufzeichneten.
Sie verstanden die Zeiten und waren begabt den Beginn der Jahre sowie den Anfang der Monate festzuhalten und die richtige Position der Monate in den zwei Jahreszyklen Gottes (Anm.: Zyklus des Segens und der Erlösung) zu verstehen.
Weiterhin war Issaschar befähigt die Veränderung des Mondes (Anm.: Die Stärke des Monats), den Zyklus der Sonne (Anm.: Die Stärke der Stunde und des Tages) sowie die Sternkonstellationen (Anm.: die Stärke der Jahreszeiten) gemäß der biblischen Zeiten zu begreifen, um Israel zu offenbaren, was zu tun war (vgl. 1.Mose 1,14-19; 1.Mose 15,5 i.V.m. Richter 5,20; Psalm 8,2.4.10; Psalm 19,2; Psalm 148,1-6; Hiob 9,8-9; Hiob 38,31-33; Amos 5,8).

1.Mose 1,14-19:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

1.Mose 15,5:
5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!

Psalm 8,2.4.10:
2 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gelegt hast auf den Himmel! …
4 Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: …
10 HERR, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!

Psalm 19,2:
2 Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.

Psalm 148,1-6:
1 Halleluja!
Lobet im Himmel den HERRN, lobet ihn in der Höhe!
2 Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!
3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
4 Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!
5 Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
6 Er lässt sie bestehen für immer und ewig; er gab eine Ordnung, die dürfen sie nicht überschreiten.

Hiob 9,8-9:
8 Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers.
9 Er macht den Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.

Hiob 38,31-33:
31 Kannst du die Bande des Siebengestirns zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen?
32 Kannst du die Sterne des Tierkreises aufgehen lassen zur rechten Zeit oder die Bärin samt ihren Jungen heraufführen?
33 Weißt du des Himmels Ordnungen, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?

Amos 5,8:
8 Der das Siebengestirn und den Orion macht, der aus der Finsternis den Morgen macht und aus dem Tag die finstere Nacht, der das Wasser im Meer herbeiruft und schüttet es auf den Erdboden – er heißt „HERR“ –, …

Die Erkenntnis der Söhne Issaschars in der Thora (Anm.: Lehre/ Wort Gottes in seiner ganzen Fülle) und ihr Verständnis der Zeiten machten sie zu Hütern des biblischen Kalenders.
Folglich waren sie diejenigen, die die festgesetzten Zeiten und Jahreszeiten bekannt machten, wann Israel die Feste des Herrn feiern sollte (vgl. 3.Mose 23).
Da die Feste des HERRN den Plan Gottes und den Zeitpunkt seiner Erlösung in Jesus Christus offenbaren, wird deutlich, dass die Söhne Issaschars die Salbung besaßen, die ihnen einen einzigartigen Einblick in Gottes Zeiteinteilung der Dinge aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gab.
Als Beispiel soll uns die Zeit während des ersten israelischen bürgerlichen Krieges dienen, während Gott das Königtum Israels von der Herrschaft Sauls in Davids Hände übergab.
Elf von den zwölf Stämmen Israels waren untereinander zerteilt, aufgrund der Frage, wem sie dienen sollten.
Lediglich die Söhne Issaschars waren sich über den Punkt einig, weil sich „alle ihre Hauptleute“ im Kampf mit David vereinten und auf diese Weise den Stämmen Israels offenbarten, wie sie sich zu positionieren hatten (vgl. 1.Chronik 12,33 i.V.m. 1.Chronik 12,23-41).

1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …

Die Söhne Issaschars waren fähig, sich vollkommen David unterzuordnen, weil sie es verstanden, dass die Zeit Gottes gekommen war, um sein prophetisches Wort, das er durch Samuel 17 Jahre zuvor sprach, zu erfüllen (vgl. 1.Samuel 15,28).

1.Samuel 15,28:
28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat das Königtum Israels heute von dir (Anm.: Saul) gerissen und einem andern (Anm.. David) gegeben, der besser ist als du.

Der HERR gewährte dem Stamm Issaschar die Salbung, den prophetischen Zeitpunkt zu verstehen, wo er das Königtum Israels von Saul, der sich ihm widersetze hinweg reißen und es an seinen Diener David übergeben würde (vgl. 1.Samuel 15,22-28).

1.Samuel 15,22-28:
22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.
23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist.
24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesündigt, dass ich des HERRN Befehl und deine Worte übertreten habe; denn ich fürchtete das Volk und gehorchte seiner Stimme.
25 Und nun, vergib mir die Sünde und kehre mit mir um, dass ich den HERRN anbete.
26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des HERRN Wort verworfen, und der HERR hat dich auch verworfen, dass du nicht mehr König über Israel seist.
27 Und als sich Samuel umwandte, um wegzugehen, ergriff ihn Saul bei einem Zipfel seines Rocks; aber der riss ab.
28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat das Königtum Israels heute von dir gerissen und einem andern gegeben, der besser ist als du.

Mit dieser Salbung die Zeiten zu verstehen, wussten die Söhne Issaschars, was zu tun war, und sie bewegten sich mit Gott, um das Königtum Davids zu etablieren.
Auf gewisser Weise waren sie die Vorläufer eines erneuerten Königreichs, das auf den Gehorsam Gott gegenüber, anstatt auf Widersetzlichkeit und Sünde gegründet war. Das brachte ihnen Ehre und Wohlstand in Übereinstimmung mit früheren Prophetien, die Jakob und Mose gegeben wurden (vgl. 1.Mose 49,14-15 i.V.m. 5.Mose 33,18-19).

1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.

5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.

Die Endzeit-Söhne von Issaschar

Während wir dem Ende des Zeitalters näherkommen, das mit herausfordernden Zeiten verbunden ist, ist es von Bedeutung, dass die messianische Gemeinde Jesu mehr und mehr wie die Söhne Issaschars wird, die die Zeiten verstanden und wussten, was zu tun war.
Es ist wichtig, dass wir es lernen, dem prophetischen Wort Gottes näherzukommen, so dass es als ein helles Licht inmitten von Chaos und Finsternis leuchtet (vgl. 1.Mose 1,2-5 i.V.m. Johannes 1,1-5; 2.Petrus 1,19).

1.Mose 1,2-5:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort (Anm.: Jesus Christus; vgl. Offenbarung 19,13), und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben (Anm.: das Zeugnis Jesu; vgl. Offenbarung 19,10e), und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen

2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen (Anm.: schmutzigen) Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

Um in dem offenbarenden Licht Gottes zu wandeln, ist es notwendig, dass man sich regelmäßig in der Thora (Anm.: Lehre/ Wort Gottes in seiner ganzen Fülle) basierten Nachforschung bewegt, was dazu führt, dass die Endzeit-Prophezeiungen der Bibel richtig aufgeschlossen werden.
Wenn wir die biblische Prophetie unter einem ausgewogenen prophetischen Mantel studieren, bringt das reife Heilige hervor, die in der Lage sind, die Zeiten zu erkennen und auf diese in einer biblischen Art und Weise zu reagieren (Anm.: basierend auf einer Lehre von Norm Franz von Ascension Ministries).

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm




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