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Der Pfriem, das Ohr und die Tür

07.02.2016, Daniel Glimm


Einleitung

Ich möchte dieses Wort durch das Licht des Rechtsspruchs Gottes dazu verwenden, um die Ordnung aus dem Thronsaal Gottes für diese Zeit über unserem Leben freizusetzen.
Das Licht des Rechtsspruchs Gottes ist Jesus Christus, der die Dinge, die sich nicht in der Ordnung Gottes befinden in die göttliche Ordnung bringt, so dass eine neue Zeit für uns beginnen kann (vgl. 1.Mose 1,2-5).

1.Mose 1,2-5:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Der göttliche Rechtsspruch trägt das richtungsweisende Wort Gottes, das unseren Weg mit dem HERRN in der neuen Zeit und Saison absichert.

Das Schlüsselloch

In Verbindung mit dem göttlichen Rechtsspruch zeigte mir der HERR bei Nacht während ich schlief und immer wieder in unterschiedlichen Abständen aufwachte, ein Gleichnis.
Ich sah buchstäblich ein zeitlich begrenztes Bild an der Wand im Flur einer Ferienwohnung in der ich mich mit meiner Frau aufhielt.
Das Bild entstand durch das von außen einstrahlende elektrische Licht der Außenbeleuchtung des Gebäudes und wurde durch das quadratische Fenster, das in der Haupteingangtür der Wohnung eingearbeitet war gebrochen. Dadurch entstand ein Bild, das die Form eines horizontalen Schlüssellochs hatte.
Das Bild wurde in der Ecke von zwei Türpfosten, die zu zwei unterschiedlichen Wänden gehörten reflektiert.
Die Türpfosten waren Teil von zwei Eingängen zu zwei unterschiedlichen Räumen, bei denen es sich um das Schlafzimmer und das Wohnzimmer handelte.
Während ich das Schlüsselloch sah, stellte ich fest, dass es ebenfalls so aussah, wie die Figur einer liegenden Frau, die mit einem Kleid bekleidet war.

Das Reden Gottes

Als ich das Bild betrachtete und darüber betete, begann der HERR zu mir zu sprechen und sagte sinngemäß:

„Damit Ich das Bild kreieren konnte, brauchte Ich die Dunkelheit, das Licht, das Fenster und die Wände!
Welchen herausfordernden Umständen ihr in eurem Leben auch immer entgegensteht, Ich tauche mit Meinem Licht auf!
Die einzige Sache, die ihr benötigt, ist die Sicht Meines Königreichs!
Richtet nicht durch eure eigene Sichtweise, weil es ein falsches Bild von Meinem Plan für euch zeigt!
ICH BIN DER KOSTBARE ECKSTEIN, DER aufrichtet und eure Ruhe und Beziehung mit MIR und dem VATER absichert (vgl. 1.Petrus 2,6-7 i.V.m. Johannes 3,16)!
ICH BIN DIE TÜR, DIE euch in eine tiefere Beziehung mit MIR führt, so dass ihr Leben im Überfluss habt (vgl. Johannes 10,9-10)!“


1.Petrus 2,6-7:
6 Darum steht in der Schrift (vgl. Jesaja 28,16): „Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.“
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist „der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, …“

Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn (Anm.: Jesus Christus) gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Johannes 10,9-10:

9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.

Der Knecht und die Tür

Im Zusammenhang mit den im o.g. Gleichnis erschienenen Türen erinnerte mich der HERR an die Bibelstelle aus 2.Mose 21,4-6, wo es heißt: "Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und hat sie ihm Söhne oder Töchter geboren, so sollen Frau und Kinder seinem Herrn gehören, er aber soll ohne Frau gehen.
Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und meine Frau und Kind, ich will nicht frei werden, so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer."


Diese Schriftstelle trägt ein tiefes Geheimnis über den Schutz von den Beziehungen in unserem Leben, wenn wir alle Dinge in unserem Leben in das Zentrum und den Willen unseres heiligen Meisters, der Jesus Christus ist bringen.
ER ist DER EINE, DER unseren persönlichen Bund mit ihm und den Bund mit unseren Frauen, wenn wir verheiratet sind sowie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen schützt.

Das durchstochene Ohr

Das durchstochene Ohr des Knechts durch seinen Meister/ Herrn in 2.Mose 21,6 ist ein Zeichen für das Ohr eines Jüngers, so wie es Jesaja 50,4 sagt: „Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.“

An dieser Stelle möchte ich eine Frage an alle die stellen, die verheiratet sind aber auch, an die, die eine Familie haben oder Freundschaftsbeziehungen pflegen.
Wie intensiv lieben wir unsere Frauen? Wie intensiv lieben wir unsere Familien? Wie intensiv lieben wir unseren Nächsten?
Wenn wir sie nicht lieben, dann lieben wir uns auch nicht selbst, was bedeutet, dass wir den wahren Wert unserer Identität in Jesus Christus nicht erkannt haben (vgl. Epheser 5,25-28).

Epheser 5,25-28:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er
27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.

Wenn wir als Ehemänner unsere Frauen gemäß des Wortes Gottes lieben, hat das zur Folge, dass die Gebetserhörungen zum richtigen Zeitpunkt Gottes eintreffen, ohne sich zu verzögern (vgl. 1.Petrus 3,7).

1.Petrus 3,7:
7 Desgleichen ihr Männer, wohnt vernünftig mit ihnen zusammen und gebt dem weiblichen Geschlecht als dem schwächeren seine Ehre. Denn auch die Frauen sind Miterben der Gnade des Lebens, und euer gemeinsames Gebet soll nicht behindert werden.

Das bedeutet, dass wahre Liebe zur Beschleunigung der Verheißung beiträgt!

Der Türpfosten

Damit der Knecht gemäß der Schriftstelle aus 2.Mose 21,4-6 im Haus seines Herrn verbleiben und seine Familie behalten konnte, musste er sein Ohr von seinem Herrn mit einem Pfriem an der Tür bzw. am Türpfosten durchstechen lassen.
Das hebräische Wort für Türpfosten ist “mĕsûsāh”. Es ist verbunden mit der „Mesusa“, bei der es sich um eine Schriftkapsel handelt, die durch das Volk Israel bis heute am rechten Türpfosten der Eingangstür befestigt wird.
Die „Mesusa“ enthält in sich eine kleine Schriftrolle, die die Aufschrift von speziellen hebräischen/ biblischen Versen der Torah trägt, welche sich aus dem Gebet mit dem beginnenden Satz: „Höre, O Israel, der HERR ist dein Gott, der HERR ist der einzige Gott ...“ zusammensetzt (vgl. 5.Mose 6,4-9 i.V.m. 5.Mose 11,13-21).
Auf der Rückseite der kleinen Schriftrolle ist die Charaktere der Allmacht Gottes in Form des Namens „Schaddai“ geschrieben.
=> „El-Schaddai“ wird erstmalig in 1.Mose 17,1 erwähnt nachdem Abram durch eine lange Zeit der Herausforderung ging, die ihn zum Ende seiner eigenen Fähigkeit führte (Anm.: Er war 99 Jahre alt als Gott begann einen Bund mit ihm über die Generationen zu schließen.).
„El-Schaddai“ ist der Eine, Mächtige und Gnadenvolle, durch den sich alleine die Verheißung erfüllte und zwar durch seine Liebe und Kraft.
Gottes barmherziges Verständnis, seine vollständige Kraft das Unmögliche zu erfüllen, seine Freude daran, die besten Gaben auszuteilen, sind in dem Namen „El-Schaddai“ mit inbegriffen.
Der Name „El-Schaddai“ war für Abraham als er ihn hörte ein harmonischer Klang. Er gab ihm eine neue Erkenntnis von Gott, besonders von seiner Liebe.
Die Periode der Vorväter des Glaubens ist der Zeitabschnitt von „El-Schaddai“.
Dieser Charakter Gottes ist die Allmacht, die auf das Natürliche einwirkt, um dem Übernatürlichen zu dienen.
„El-Schaddai“ beschreibt die Kraft Gottes, die aus dem Übernatürlichen in den natürlichen Bereich gelangt, um das Feld des natürlichen Bereiches zu pflügen, um es für den Empfang der übernatürlichen Verheißung vorzubereiten. (Anm.: basierend auf einer Erkenntnis von Dr. Abraham Meister aus dem Buch „Die Namen des Ewigen“ in Bezug auf den Gottesnamen „El-Schaddai“; Seite 141, Nr. 112) <=

Im Zusammenhang mit den speziellen Versen aus 5.Mose 6,4-9 und der Aufschrift des Gottesnamens „El-Schaddai“ bedeutet das, dass der HERR mit seiner Allmacht die umgibt, die auf ihn hören, um das Unmögliche, das in seinem Plan für deren Leben festgelegt ist zu ermöglichen.

Die Mesusa- Ein Zeichen für das Wachen Gottes

Die „Mesusa“ ist weiterhin ein Zeichen dafür, dass Gott über uns als sein Volk wacht aber auch ein Zeichen der Verbindung zwischen Gott und unserem von ihm gegebenen Erbe.

Fazit

Zusammengefasst bedeutet es, dass Gott danach verlangt, dass wir als sein Volk vollkommen seinem Sohn Jesus Christus ergeben bzw. untergeordnet sind, um alles durch ihn zu erhalten (vgl. Römer 8,32 i.V.m. Römer 6,17-18; Johannes 14,21.23).

Römer 8,32:
32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Römer 6,17-18:
17 Gott sei aber gedankt, dass ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, der ihr ergeben seid.
18 Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit.

Johannes 14,21.23:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. …
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

Jesus Christus, die Tür

Jesus Christus ist die Tür zur göttlichen übernatürlichen und gesunden Beziehung. Er sichert uns in der vom Vater gegebenen Verheißung ab, der durch seine Liebe (Anm.: „agąpē“) das Unmögliche möglich macht.
Seine Liebe befreit unser Feld der Verheißung von aller Furcht (vgl. 2.Timotheus 1,7 i.V.m. 1.Johannes 4,18)!

2.Timotheus 1,7:
7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

1.Johannes 4,18:
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm




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