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Das neue, prophetische Jahr der Kühnheit 2015

13.01.2015, Daniel Glimm


Einleitung

Im Zusammenhang mit dem neuen Jahr 2015 erinnerte mich der Heilige Geist an die Bibelstelle aus 2.Könige 13,20-21, die von einer prophetischen Leere berichtet und mit dem Tod des Propheten Elischa in Verbindung steht.

2.Könige 13,20-21 (Rev. Elberfelder):

20 Und Elischa starb, und man begrub ihn. Und es kamen moabitische Räuberscharen ins Land, als das Jahr anfing. 21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Räuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elischas. Als aber der Mann da hineinkam und die Gebeine Elischas berührte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine Füße.

In der Ruhe Gottes leben und Unglauben widerstehen


Weiterhin legte der HERR seine Wichtigkeit auf das Eintreten bzw. das Leben in seiner Ruhe, was nur durch Glauben geschehen kann (vgl. Hebräer 3,7-19 und Hebräer 4,1-13).
Gott warnt uns als sein Volk in dieser Zeit nicht im Unglauben zu wandeln, wie einige es im Volk Israel zur Zeit der Wüstenwanderung vollzogen.
Jesus Christus erwartet von uns, dass wir nicht die trockenen oder schwierigen Umstände um uns herum aus einem irdischen Blickwinkel betrachten.
Wenn wir dies tun, ist der Feind in der Lage, das Werkzeug des Unglaubens an unseren Herzen anzusetzen, damit wir anfangen Gott anzuklagen und andere Heilige dazu aufwiegeln gegen Gott zu rebellieren und aufzubegehren so ähnlich wie es die Rotte von Korach tat (vgl. 4.Mose 16,1-5).

4.Mose 16,1-5:
1 Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, dazu Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens, 2 die empörten sich gegen Mose, dazu zweihundertundfünfzig Männer unter den Israeliten, Vorsteher der Gemeinde, von der Versammlung berufen, namhafte Leute.
3 Und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN?
4 Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht 5 und sprach zu Korach und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer ihm gehört, wer heilig ist und zu ihm nahen soll; wen er erwählt, der soll zu ihm nahen.

Unglaube manifestiert sich dort, wenn wir die Dinge mit irdischen Augen wahrnehmen und sie lediglich aus unserem menschlichen Verstand beurteilen. Daraus resultierend folgt eine Entscheidung, die eine Abnahme der Ruhe und des Segens Gottes zur Folge hat.

Ruhe in Frieden!


In Lukas 19,40 sprach Jesus davon, dass selbst die Steine schreien würden, wenn es um die Verkündigung der Wahrheit geht (Anm.: „Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“- Lukas 19,38 i.V.m. Psalm 19,1-2) , so dass ich als Beispiel die Eingravierung auf einem Grabstein gebrauchen möchte, der die Aufschrift „Ruhe in Frieden!“ trägt.
Diese Erklärung bedeutet, dass wenn wir nicht unserem Fleisch vollständig abgestorben sind, uns Gott nicht in Seine Auferstehungskraft hinein lösen kann.
Wenn wir nicht unseren ganzen Willen ins Grab getragen haben, kann Gott ihn nicht zu Seiner Ehre gebrauchen.
Wenn wir unsere Visionen und Pläne nicht vor Seinem Kreuz abgelegt haben, kann er sie nicht nach Seinen Vorstellungen erwecken.
Es ist notwendig vollständig in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu sein.

Die Beerdigung und Auferweckung

Dieser Aufruf kommt der Situation zur Zeit des Todes vom Propheten Elischa gleich, wo eine Menschenmenge zu Beginn des Jahres einen Mann zu Grabe trug und diesen aufgrund einer räuberischen Gefahr in das Grab des Propheten schmiss, so dass die Füße des Toten die Füße des Leichnams von Elischa berührten und der ins Grab geschmissene Tote wieder lebendig wurde (vgl. 2.Könige 13,20-21).
Die betreffende Menschenmenge ging auf diese Weise vor, weil sie sich selbst in Sicherheit bringen wollte als sie die räuberische Gefahr kommen sah.

Die prophetische Leere


Hinter dieser Schriftstelle versteckt sich ein tiefes Geheimnis, das es gilt zu ergreifen.
Elischa war ein Prophet, der vielen Menschen zu seiner Lebenszeit mit seiner Gabe und seinem Amt diente.
Doch als der Prophet Elischa starb, entstand eine prophetische Leere, weil zu diesem Zeitpunkt keine prophetische Vision und Offenbarung vorhanden war.
Solche prophetische Leere führt automatisch zu einem Mangel an Erkenntnis oder zu einem geistlichen Wildwuchs (vgl. Sprüche 29,18; Jesaja 5,13; Hosea 4,6).

Sprüche 29,18:
18 Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!

Jesaja 5,13:
13 Darum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis. Seine Vornehmen sind Hungerleider, und seine lärmende Menge ist ausgedörrt vor Durst.

Hosea 4,6:
6 Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. Denn du hast die Erkenntnis verworfen; darum will ich dich auch verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester sein sollst. Du vergisst das Gesetz deines Gottes; darum will auch ich deine Kinder vergessen.

Wie macht sich eine “geistliche Leere” bemerkbar?

Eine geistliche Leere kann sich auf die Weise bemerkbar machen, indem man sich geistlich ungeschützt bzw. sich nicht sachgemäß geistlich abgedeckt fühlt. Hierbei ist es wichtig, dass jeder Heilige auf den Befehl, den Gott einem gegeben hat genau achtet, so wie es die Jünger taten, die auf den Befehl von Jesus hörten und diesem gehorsam waren.
Der Befehl Jesu und der Gehorsam seiner Jünger führten dazu, dass sie sich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bewegten und die Kraft Gottes vom Himmel empfingen (vgl. Lukas 24,49-53).

Lukas 24,49-53:
49 Und siehe, ich will auf euch herab senden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.
50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie.
51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
52 Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude 53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Die Salbungsübertragung

Es ist wichtig, dass wir das Amt des Propheten richtig achten, um effektiv und mit Zuversicht als Gemeinde Jesu im neuen Jahr weiter vorangehen zu können.
In 2.Könige 13,20-21 können wir lesen, dass der Tote im Anfang des Jahres die Gebeine des Leichnams vom Propheten Elischa berührte, so dass der tote Mann zum Leben erweckt wurde und auf seinen Füßen stand.
Es kam während der Berührung der Beine von Elischa zu einer prophetischen Salbungsübertragung, die die prophetische Kühnheit, Offenbarung und die Bestimmung des Propheten auf die tote Person übertrug.

Das neue, prophetische Jahr der Kühnheit

An dieser Stelle möchte ich die Frage stellen, wie die Räuberschar auf den neuen erweckten Propheten reagierte?
Ich bin der Überzeugung, dass es der Anfang eines neuen, prophetischen und kühnen Jahres in Demut war!
Weiterhin bin ich davon überzeugt, dass die prophetische Salbung von Elischa auf den toten Mann übersprang, damit er die prophetische Leere, die in Kombination mit Angst vor dem Feind zu diesem Zeitpunkt in den Herzen der Menschen vorhanden war, ausfüllen sollte.
Der Mann, der in der Bibelstelle nicht mit Namen genannt wird, wurde zu einem prophetischen Zeichen und Wunder, weil alles, was er war und besaß in Gott ruhte.
Er trug die Charaktere eines „Gesichtslosen“, was ein Hinweis auf Demut ist.
Dies führte zu einer Auferweckung, die den Feind schockierte!
Dieser ins Grab geworfene Mann ruhte in Frieden, so wie es Galater 2,20 und Galater 5,24 offenbaren.

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Galater 5,24:
24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.

In Übereinstimmung mit den Füßen von Jesus Christus sein

Unser Wandel (Anm.: Füße) muss in Übereinstimmung mit den Füßen Jesu sein damit wir seinem Willen folgen.
Jesus starb für uns, damit wir uns sterben, um seinen Willen auf der Erde zu vollziehen.
Das ist die Botschaft des Kreuzes (vgl. Matthäus 11,28-30).

Matthäus 11,28-30:
28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm




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