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Orakelhafte Andeutung

29.06.2011, Kim Clement

Web: http://www.elijahlist.at
Übersetzung: Karin Meitz

Was ist eine orakelhafte Andeutung?

Eine orakelhafte Andeutung ist etwas, das den Nachfolgern Christi ständig passiert, doch viele erkennen
ihre Bedeutung einfach deshalb nicht, weil es irgendwie nicht eindeutig und unbestimmt ist. Träume, Visionen, Trancen und sogar Vorstellungen – diese sind niemals klar. Gott hat uns immer kleine Stücke eines großen Puzzles gegeben, damit wir das eine, mächtige Ding, das Er uns gegeben hat und das Ihm gefällt, anwenden können: Glaube. Wie ihr wisst, bedeutet Andeutung „ein Wink oder Hinweis“. Orakelhaft bedeutet einfach „Äußerungen von sich geben, göttlich inspiriert wenngleich nicht eindeutig“.
Wenn es darum geht, die Stimme Gottes zu hören, solltest du deinem Herzen folgen und vom Geist geleitet sein. Die Bibel lehrt uns, dass wir im Geist wandeln und leben sollen. Das Wort wandeln wird definiert als „mit dem Geist Schritt halten“. Es geht um Rhythmus. Ich bringe immer das Beispiel von zwei tanzenden Menschen. Wenn das Tempo ein ¾ Takt, ein Walzer ist, müssen beide Partner während dem Tanz diesen Rhythmus halten. Wenn einer der Partner sich dazu entschließt, im 4/4 Takt zu tanzen, wird einer der beiden hinfallen. Gott diktiert den Rhythmus und wir haben mit ihm zu fließen. Wenn wir voranstürmen, stolpern wir; und wenn wir zurückbleiben, kommen wir auch aus dem Takt.
Das andere Wort ist, im Geist zu leben. Die biblische Definition von leben ist „im Geist zu atmen“. Die zwei gehören also zusammen. Wenn du also aus dem Takt kommst und den Rhythmus verlierst, verlierst du auch deinen Atem. Und genau das ist es, was der Feind möchte. Wenn du um Atem ringst, beginnst du hinten zu bleiben.

Folge deinem Stern

Die weisen Männer folgten dem Stern – einem einfachen Stern – um zu dem jungen Prinzen, der in der Krippe lag, zu gelangen. Sie hatten keine Unterstützung, keine Synagoge, keinen Rabbiner, keine Gerichte oder Führer. Sie folgten einem Stern. Manchmal neigen wir dazu, nach komplizierten Führungsmethoden Ausschau zu halten: Engel, eine dröhnende Stimme vom Himmel, Donner usw., doch Tatsache ist, dass Gott uns durch einfache Methoden führt.
Die Kinder Israels wurden von einer Feuersäule ins Verheißene Land geführt und die weisen Männer wurden von einem Stern zum verheißenen Samen geführt. Ihre Neugier führte sie zum König der Juden. Beachtet bitte, wie gnädig Gott sie führte. Von der ersten Erscheinung des Sternes an wussten sie, wo sie nach dem König fragen sollten und dann… verschwand der Stern. An diesem Punkt waren sie auf ihre gewöhnlichen Methoden angewiesen, um Ihn zu finden. Außergewöhnliche Hilfe ist nicht zu erwarten, wenn gewöhnliche Mittel zur Verfügung stehen.

Ein dunkler Ort

Das prophetische Wort ist wie der Stern: ein Zeichen. In 2.Petrus 1,19 heißt es: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein
Licht, das an einem dunklen Ort scheint, BIS der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen."
(Schlachter)
Allzu oft verbinden Menschen Finsternis mit etwas Bösem (Sünde oder dergleichen). Und oftmals ist das der Fall. Doch kann Dunkelheit auch von einem Mangel an Sicht sprechen, wo wir unseren Glauben anwenden müssen. „Wir wandeln nicht im Sehen, sondern im Glauben“ ist das Wort, dass uns von dem Apostel gegeben ist. In anderen Worten ist im Glauben Wandeln etwas, das du nicht unbedingt mit allzu viel Licht, möglicherweise mit nur etwas Licht tust. Abraham verließ das Ur der Chaldäer und wusste nicht, wohin er gehen würde. Und er ging einfach im Glauben oder „im Dunklen“ voran. Du hast die Redensart sicherlich schon gehört „Ich tappe im Dunklen“. Und da hinein kommt jetzt der Glaube.
Abraham hatte ein prophetisches Wort (ein Licht an seinem dunklen Ort), das du in 1.Mose 12,1-3 nachlesen kannst: Der Herr aber hatte zu Abram gesprochen: „Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!“ (Schlachter)
Abraham ging aufgrund eines kleinen Lichtes weiter, aber es war genug, um ihn in Bewegung zu halten.
Gott wird dir Zeichen auf dem Weg senden, so dass du weißt, dass du in die richtige Richtung gehst. Im Falle Abrahams erschien er ihm sogar in menschlicher Form, als drei Männer. Abraham hätte leicht vermuten können, dass diese einfach nur ein paar Männer waren, die vorüber gingen, doch er erkannte die „Gestalt des Herrn“, so wie Moses es tat. In 4.Mose 12,8 informiert Gott das Volk darüber, dass Moses in der Lage ist, die Gestalt des Herrn zu „sehen“ bzw. zu erkennen. Dieses Wort bedeutet auch Ähnlichkeit – „ein Ding oder eine Person ist wie oder ein Pendant von etwas anderem, hat eine Ähnlichkeit oder erinnert daran“.
Abraham erkannte, dass es Gott war, als die drei Fremden auf ihn zukamen. Moses erkannte Gott in dem brennenden Dornbusch und noch unzählige Male danach.

Suche Ihn allezeit

Gott möchte dich leiten und wird es durch Seinen Geist tun. Trotzdem musst du den Heiligen Geist erkennen, wenn er erscheint, denn es mag leicht sein, dass er erscheint und dich durch die Technologie und Mittel der heutigen Zeit führt: Radio, Fernsehen, Plakatwände, Naturerscheinungen, Internet oder durch andere menschliche Wesen. Halte deine Augen offen.
Es ist erstaunlich, wie einfach wir Seine Gestalt und Erscheinung erkennen werden, wenn wir eifrig nach Ihm suchen. Er ist ein „Belohner“ derer, die Ihn eifrig suchen.

Kim Clement
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