zurück zur Übersicht


Die fliegenden Eulenwesen und Gottes Warnung an sein Volk

02.02.2011, Daniel Glimm


Einleitung

Dieses Wort ist eine auffordernde Botschaft an uns als Volk Gottes in dieser Zeit in der Wachsamkeit und Nüchternheit des Geistes zu bleiben (vgl. 1.Petrus 5,8 i.V.m. Markus 14,38).

1.Petrus 5,8:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.

Markus 14,38:
38 Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Bevor ich dieses Wort freigebe, möchte ich jedem Leser mitteilen, dass es nicht meine Absicht ist, Angst unter den Gläubigen zu schüren, sondern dazu aufzurufen in dieser Zeit wachsam zu bleiben und sich von falschen Herzensmotiven zu lösen.

Der Traum: Die vier Eulenwesen

Vor einigen Tagen wurde mir ein Traum mitgeteilt, von dem ich empfinde, dass er für uns als Volk Gottes in dieser Zeit von Bedeutung ist.
Der Träumer sah den Traum aus der Vogelperspektive.
Es war an einem helllichten und sonnigen Tag als plötzlich aus verschiedenen Regionen vier mönchähnliche Wesen, die Federkleidkutten aus Eulenfedern trugen in folgender Reihenfolge heraustraten.:

Das erste Wesen kam aus einem Wald, der sich im Osten befand. Das zweite Wesen trat aus einem Stadtgebäude in einem Stadtgebiet heraus, das sich im Süden befand. Das dritte Wesen kam aus dem Nichts, das sich im Norden befand. Und das vierte Wesen kam aus dem Wasser hervor, das sich in der Mitte befand.
Das letzte Eulenwesen hob sich von den anderen ab, da es ein Federkleid besaß, das wie ein Leopardenfell strukturiert war. Der Träumer wusste, dass es sich bei diesem Wesen, um den Anführer handelte.

Während sie aus den jeweiligen Regionen heraustraten, fingen sie an zu fliegen und formierten sich zu einer horizontalen Linie, um gemeinsam zu einer Stadt im Westen zu fliegen, was sie auch taten.
Als die Eulenwesen in der Stadt ankamen, flogen sie absichtlich gegen die Fenster der Wohnhäuser bzw. Wohnungen, um die dort lebenden Menschen zu erschrecken.

Der Träumer war für die Wesen nicht wahrzunehmen, obwohl er sie beobachtend im Flug begleitete.
Als er in der Stadt ankam, begegnete ihm ein undurchsichtiges Hindernis, das wie eine Glasmauer aussah, der er nach unten hin auswich und durch diesen Schwung wieder in die richtige Flugposition gelang, ohne abzustürzen.
Bevor das Ausweichmanöver stattfand, sprach eine Stimme, dass er sich nicht zu sorgen brauche, nach unten abzudrehen, da er genügend Schwung habe wieder in die richtige Position zu gelangen.
Dann endete der Traum.
 
Interpretation des Traumes

Der Traum offenbart, dass vier dunkle Fürsten vereint die Gemeinde Jesu angreifen, um Schrecken zu verbreiten und sie zum Aufgeben bzw. zum Stillstand zu zwingen.
Es sind vier verschiedene Einflüsse, die auf die Herzen der Gläubigen einwirken sollen.

Die vier Einflüsse

Der erste Einfluss

Hierbei handelt es sich um den zunehmenden religiösen Geist, der aus dem religiösen Babylon (vgl. Offenbarung 17) kommt, wofür das erste Eulenwesen aus dem Osten steht.

Der zweite Einfluss

Der zweite Einfluss ist ein falsches Feuer, das aus dem kommerziellen Babylon kommt und die Lust des Fleisches (Anm.:  unter anderem Kaufrausch) schürt, wofür das Eulenwesen aus dem Süden steht.
In dem Buch “Der Herrschaftsbereich der Himmelskönigin” von C. Peter Wagner (Anm.: erschienen im Gottfried Bernhard Verlag Solingen) wird von Marty Cassady auf der Seite 118 Gordon Lindsey zitiert, der folgendes in dem Buch “The Two Babylons” (Dallas, TX: Christ for the Nations, Inc.,1988; S.411) schrieb:


“Die genauere Betrachtung (von Offenbarung 17 und 18) zeigt, dass es zwischen den beiden auch starke Gegensätze gibt, die es teilweise unmöglich machen, beide als das gleiche Babylon zu identifizieren.”

Lindsey führt mehrere Gegensätze auf, von denen ich einige wiedergeben möchte:

“Die Kaufleute bereichern sich nicht am Handel des ersten (Babylon), während dies beim zweiten der Fall ist (vgl. Offenbarung 18,19).
Die Menschen halten sich aus Furcht vor Zerstörung von dem einen Babylon nicht fern, aber beim zweiten tun sie das (vgl. Offenbarung 18,10).
Handel wird im ersten nicht beschrieben, ist aber Teil des zweiten.
Es braucht eine gewisse Zeit, um das erste Babylon zu zerstören, wobei die Kooperation der zehn Königreiche benötigt wird (vgl. Offenbarung 17,16).
Beim zweiten findet die Zerstörung an einem Tag statt (vgl. Offenbarung 18,11).”
Ibid, S. 411-412 Zitat Ende

Der dritte Einfluss

Der dritte Einfluss ist eine mystische, gottlose Kraft, die ihren Sitz in der Finsternis hat und den Menschen dazu animiert in der Kraft der Seele (Anm.: aus dem eigenen Willen) zu agieren.
Watchman Nee schrieb in seinem Buch “Die verborgene Kraft der Seele” (Anm.: erschienen in der TELOS-Verlagsgruppe, 1976) auf Seite 11,14,15,22 und 24 folgendes.:


„Und der Herr bildete den Menschen aus Staub vom Erdboden.“ (1. Mose 2,7)

Dies bezieht sich auf den menschlichen Leib. „Und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens.“ Dies beschreibt, wie Gott dem Menschen den Geist gab, es war Adams Geist. So wurde der Leib des Menschen aus Staub des Erdbodens geformt, und der Geist wurde ihm von Gott gegeben. „Und der Mensch wurde eine lebendige Seele.“ Nachdem der Odem des Lebens zur Nase des Menschen eingegangen war, wurde dieser zur lebendigen Seele. Der Geist, die Seele und der Leib sind drei verschiedene Dinge.

„Und euer ganzer Geist und Seele und Leib werde tadellos bewahrt.“ (1. Thessalonicher 5,23)

„In der Schöpfungsgeschichte des Menschen lesen wir: ,Der Herr bildete den Menschen aus Staub vom Erdboden’ — so wurde sein Leib gemacht — , und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens’ — so kam also sein Geist von Gott; und der Mensch wurde eine lebendige Seele’. Der Geist, der den Leib belebte, machte den Menschen zur lebendigen Seele, zu einer lebendigen Person mit Selbstbewusstsein. Die Seele war der Treffpunkt, der Punkt der Vereinigung von Leib und Geist. Durch den Leib konnte der Mensch, die lebendige Seele, in Verbindung stehen mit der äußerlichen Welt der Sinne; er konnte sie beeinflussen oder durch dieselbe beeinflusst werden. Durch den Geist stand er in Verbindung zur geistlichen Welt und zum Geist Gottes, von wo er seinen Ursprung hatte; er konnte der Empfänger und der Darreicher von dessen Kraft sein. Indem er so mitten zwischen zwei Welten stand und zu beiden gehörte, hatte sie, die lebendige Seele, Kraft, selber zu entscheiden, die Gegenstände, von welchen sie umgeben war und zu welchen sie in Beziehung stand, entweder zu wählen oder abzulehnen.
In der Zusammensetzung dieser drei Teile des Menschen stand der Geist, der ihn mit dem Göttlichen verband, an erster Stelle; der Leib, der ihn mit dem Tierischen und Sinnlichen verband, der untergeordnete; dazwischen stand die Seele, Teilhaber beider andern Naturen, das Band, das sie vereinigte und durch welches diese zwei aufeinander einwirken konnten. Ihre Aufgabe als die zentrale Kraft war, diese zwei in ihrem rechten Verhältnis zueinander zu bewahren; den Körper dem Geist zu unterwerfen; die Seele selbst sollte durch den Geist vom göttlichen Geist das empfangen, was ihm zur Vollendung gereichte: und so das an den Leib weiterreichen, was diesen an der Perfektion des Geistes teilhaben lässt, damit dadurch ein geistlicher Leib werden konnte.“ *

*Andrew Murray, The Spirit of Christ. Fort Washington, Pa., Christian Literature Crusade, 1964

Der Geist ist Gott-gegeben; die Seele ist eine lebendige Seele; der Leib ist Gott-geformt.

Was ist der Geist?

Das, was uns Gottesbewusstsein gibt und uns mit Gott verbindet.

Was ist die Seele?

Das, was uns mit uns selbst verbindet und uns Selbstbewusstsein gibt.

Was ist der Leib?

Der Leib stellt unsere Verbindung zur Welt her. C. I. Scofield erklärt in seinen Anmerkungen zur Bibel, dass der Geist Gottesbewusstsein gibt, die Seele Selbstbewusstsein, der Leib Weltbewusstsein. Pferd und Ochs haben kein Gottesbewusstsein, weil sie keinen Geist haben.
Sie sind sich nur ihres eigenen Wesens bewusst. Der Leib verursacht es, dass wir die Welt spüren — z.B. sehen wir die Dinge der Welt, oder wir fühlen heiß und kalt.

Adam ist eine Seele. Sein Geist und Leib sind durch die Seele verbunden. Die erstaunliche Kraft, die wir soeben erwähnt haben, ist in Adams Seele vorhanden. Mit anderen Worten: die lebendige Seele, welche das Resultat aus dem Zusammentreffen von Geist und Leib ist, besitzt unvorstellbare Kraft. Diese Kraft ging beim Sündenfall verloren. Das bedeutet nicht, dass solche Kraft nicht mehr vorhanden ist. Es heißt nur, dass sie, wohl im Menschen vorhanden, jedoch „eingefroren“ oder stillgelegt ist. Gemäß 1. Mose 6 wird der Mensch nach dem Sündenfall Fleisch. Das Fleisch umschließt das ganze Wesen und unterwirft es. Der Mensch war ursprünglich eine lebendige Seele. Jetzt, nachdem er gefallen ist, wird er zu Fleisch. Seine Seele hätte der Kontrolle des Fleisches unterworfen sein sollen; jetzt ist sie der Herrschaft des Fleisches untergeben. Daher sagt der Herr:

„Mein Geist wird nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist.“ (vgl. 1. Mose 6,3)

Heute liegt diese adamitische Kraft in jeder Person, die auf der Erde lebt, obwohl sie in ihm eingeschlossen ist und sich nicht frei ausdrücken kann. Aber solche Kraft ist in jeder Menschenseele, genauso wie sie am Anfang in Adams Seele war. Das Werk des Teufels richtet sich darauf, die menschliche Seele zu erregen und die verborgene Kraft als eine Täuschung für geistliche Kraft freizulegen.
Ich erwähne diese Dinge uns zur Warnung in Bezug auf das besondere Verhältnis zwischen der Seele des Menschen und Satan in den letzten Tagen.
Zitat Ende

Der vierte Einfluss

Bei dem vierten Wesen handelt es sich um den führenden Einfluss des Fürsten von Griechenland, der die böse Macht ist, die den Heiligen Geist ausgrenzt, indem er sein Wirken durch humanistisches, logisches und intellektuelles Denken ersetzt (vgl. Daniel 7,6 i.V.m. Daniel 10,20).

Daniel 7,6:
6 Danach sah ich, und siehe, ein anderes Tier, gleich einem Panther (Anm.: Leopard), das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf seinem Rücken und das Tier hatte vier Köpfe, und ihm wurde große Macht gegeben.

Daniel 10,20:
20 Und er sprach: Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Und jetzt muss ich wieder hin und mit dem Engelfürsten von Persien kämpfen; und wenn ich das hinter mich gebracht habe, siehe, dann wird der Engelfürst von Griechenland kommen.

Der Leopard/ Panther

Wenn wir über den Leoparden bzw. Panther im Wort Gottes studieren, können wir feststellen, dass er für einen Urteilsspruch steht, der über Menschen ergeht, die sich in Rebellion gegen Gott üben. Das bedeutet, dass das Urteil an Menschen adressiert ist, die bewusst sündigen und von ihrer Sünde nicht ablassen wollen (vgl. Jeremia 5,6; Jeremia 13,23; Hosea 13,7).

Jeremia 5,6 (Gericht über das sündige Volk in Jerusalem):
6 Darum wird sie auch der Löwe aus dem Walde zerreißen, und der Wolf aus der Steppe wird sie verderben, und der Panther wird um ihre Städte lauern; alle, die von da herausgehen, werden zerfleischt. Denn ihrer Sünden sind zu viele, und sie bleiben in ihrem Ungehorsam.

Jeremia 13,23 (Gericht über Jerusalem):
23 Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid.

Hosea 13,7 (Gericht über Ephraim):
7 So will ich für sie wie ein Löwe werden und wie ein Panther am Wege auf sie lauern.

Der helllichte Tag

Da sich der Traum am helllichten Tag bei Sonnenschein abspielte, ist das ein Hinweis, dass der Angriff des Feindes bzw. die Umsetzung des Urteils zu einer Zeit geschieht, wo die Menschen, die sich nicht aus dem babylonischen System entfernt haben, denken im Frieden zu stehen. Es ist ein Anschein von Frieden, der den Menschen zum Verhängnis wird, wenn sie nicht aus dem System Babylons ausgezogen sind (vgl. Offenbarung 18,4).

Offenbarung 18,4:
4 Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!

Die Stadt im Westen

Die Stadt im Westen ist ein Hinweis auf uns als Gemeinde Jesu in den letzten Tagen, die wir uns im Segen Gottes bewegen dürfen (vgl. Lukas 12,54).

Lukas 12,54:
54 Er sprach aber zu der Menge: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr gleich: Es gibt Regen (Anm.: Symbol für Segen). Und es geschieht so.
 
Hierbei ist es jedoch wichtig, dass wir nicht unsere Herzen an Dinge hängen, weil wir sonst unter das Urteil des HERRN gelangen.
Das Volk Israel wurde durch das Gold der Ägypter von Gott gesegnet. Doch nach einiger Zeit verwendeten sie es, um mit ihrem Gold einen Götzen zu bauen und ihn anzubeten (vgl. 2.Mose 12,35-36 i.V.m. 2.Mose 32,2-6; Lukas 16,13).

2.Mose 12,35-36:
35 Und die Israeliten hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und hatten sich von den Ägyptern silbernes und goldenes Geschmeide und Kleider geben lassen.
36 Dazu hatte der HERR dem Volk Gunst verschafft bei den Ägyptern, dass sie ihnen willfährig waren, und so nahmen sie es von den Ägyptern zur Beute.

2.Mose 32,2-6:
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.

Lukas 16,13:
13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Mit dem bösen Auge brechen

Es ist in dieser Zeit sehr wichtig, dass wir mit dem bösen Auge in uns brechen, welches mit Begierde und Lust in Verbindung steht.
Lasst uns nicht mit der Finsternis vermischen, sondern im Licht wandeln und handeln!
Wenn wir dies nicht tun, werden wir in Angst und Schrecken in den kommenden Zeiten geraten.
Lasst uns unsere Augenfenster schützen, indem wir uns im Licht des Gesalbten (Anm.: Jesus Christus) bewegen (vgl. Lukas 11,34-36).

Lukas 11,34-36:
34 Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.
35 So schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.
36 Wenn nun dein Leib ganz licht ist und kein Teil an ihm finster ist, dann wird er ganz licht sein, wie wenn dich das Licht erleuchtet mit hellem Schein.

Seid getrost, dass wenn ihr auf eurem Weg eine hinterlistige Falle des Feindes vor euren Augen seht, ihr die nötige Kraft und Führung des Heiligen Geistes habt, um euch wieder richtig zu positionieren.

Amen und Amen.

Mit dem großen Adler fliegend,

Daniel Glimm




TOP